Kuckucks-Lichtnelke - Lychnis flos-cuculi

Familie: Nelkengewächse - Caryophyllaceae

Kategorie:

Kuckucks-Lichtnelke Info

Lychnis: gr. lychnos = Leuchte (leuchtende Blüten); "Licht­nel­ke"
flos-cuculi: Kuckucksblume

andere Namen: Silene flos-cuculi, Kuckucksblume

Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi, Syn. Silene flos-cuculi) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Eine ganze Reihe von Pflanzen trägt den Kuckuck im Namen. Bei dieser Pflanze wird die Blütezeit im Mai, Juni mit dem Ruf des Kuckucks in Verbindung gebracht. Der Gattungsname Lychnis kommt von der griechischen Bezeichnung für Leuchte (Lampe) und weist auf das leuchtende Rot hin, mit der die Art im Frühjahr blüht.

Die Kuckuckslichtnelke ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die 30 bis 90 cm hoch wird. Die Pflanze bildet hohe aufrechte blühende Stängel, kurze Stängel ohne Blüten und eine Blattrosette aus. Der Blütenstand ist locker rispig als Trugdolde ausgebildet.

Die gestielten Grundblätter sind am Rand gewimpert und spatelartig geformt. Die oberen gegenständigen Stängelblätter sind lanzettlich geformt. Die Kelchblätter bilden eine 6 bis 10 Millimeter lange 10-nervige unbehaarte Kelchröhre. Die fünf rosaroten Kronblätter sind 15 bis 25 mm lang und vierfach tief geschlitzt, dabei bilden sie eine Nebenkrone aus. Die Blüte hat fünf Griffel und einen Durchmesser von ungefähr vier Zentimetern. Die meisten Pflanzen blühen zwar rot, aber es kommen auch weiße Exemplare vor. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Die bis acht Millimeter lange, kugelige Fruchtkapsel öffnet sich oben mit 5 Zähnen. Dort entlässt sie dunkelbraune, nierenförmige, etwa ein Millimeter große Samen, deren Oberfläche dicht mit winzigen Spitzen besetzt ist.


Standort

Sie bevorzugt feuchte, mäßig fette Wiesen, Moore und Sümpfe. In stark überdüngten Wiesen findet man sie nicht, dafür aber in nassen, nährstoffarmen Gräben im Umfeld.

Verbreitung/Vorkommen

Die Kuckucks-Lichtnelke ist in den gemäßigten Zonen Europas und West-Asiens bis in Höhen von 2000 Meter NN heimisch. Im 19. Jahrhundert wurde sie nach Amerika eingeschleppt, wo sie sich verbreitete.

Sonstiges

Eine andere Deutung des Namens Kuckucksnelke beruht auf dem volkstümlichen Namen Kuckucksspeichel, der ihnen anhängt. Damit sind die kleinen Schaumbälle gemeint, die in Wirklichkeit die Nester der Schaumzikadenlarven sind.

Früher hatte die Pflanze eine geringe Bedeutung in der Volksmedizin, heute ist sie aber nur noch als Zierpflanze in Gärten oder an Gartenteichen im Gebrauch.

Kuckucks-Lichtnelke Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 20cm bis 80cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Ebene; Gebirge; Gewässer, Feuchtgebiete;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter gegenständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Trockenfrüchte: Kapsel
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2000m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Wasserbedarf: normal
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: mäßig feucht; nass;

Kuckucks-Lichtnelke Garten / Anbau

Ausaat von 8 bis 4
Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: mäßig feucht; nass;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis





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