Sumpf-Bärlapp - Lycopodiella inundata

Familie: Bärlappgewächse - Lycopodiaceae

Kategorie: Sporenpflanze  Alpenpflanze  

Sumpf-Bärlapp Info

Lycopodiella: Deminutiv zu Lycopodium; "Bärlapp"

Sumpf-Bärlapp ist eine ausdauernde Pflanze mit kriechenden Stängeln, deren oberirdische Kriechsprosse 2 bis 10 Zentimeter lang werden. Im Habitus ähnelt er Laubmoosen (besonders Polytrichum). Die sporangientragenden Abschnitte stehen aufrecht und sind 4 bis 8 cm lang. Die Sporangienähre ist undeutlich vom Spross abgesetzt. Die Blätter stehen spiralig und sind aufwärts gebogen. Die Sporophylle sind am Grund breit eiförmig und haben einen gesägten Blattrand. Die Sporen haben einen Durchmesser von 40 bis 46 Mikrometern und reifen von August bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 156.

Ökologie

Der Sumpf-Bärlapp besitzt eine niedrige am Boden kriechende, in der ganzen Länge wurzelnde, sommergrüne Sprossachse, die jährlich nur eine ungestielte, endständige Sporenähre ausbildet. Das oberirdische Prothallium hat grüne assimilierende Lappen. Die Art ist eine Lichtpflanze.


Standort

Er wächst auf offenen Hochmoor-Böden, in Zwischenmooren, auf Schwingrasen, in Moorschlenken, in feuchten Dünensenken sowie auf anthropogenen Sekundärstandorten. Er kommt vorwiegend auf nassen, mäßig basenreichen bis sauren Torfschlammböden oder auf humosem Sand vor. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Rhynchosporetum.

Sumpf-Bärlapp steigt bis in die montane Höhenstufe, in den Alpen auch höher, bis 1700 m. In den Allgäuer Alpen steigt er auf dem Ziebelmoos nahe dem Piesenkopf in Bayern bis zu 1420 m Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Der Sumpf-Bärlapp ist (temperat)boreales, schwach subantlantisches Florenelement. Der Sumpf-Bärlapp ist zirkumpolar verbreitet.

Auf der Nordhalbkugel kommt er vor in Europa und Nordamerika (vor allem im östlichen Teil)selten findet man ihn in Ostasien; speziell in Europa tritt er vor allem auf in den kühlen und gemäßigten Zonen (nordwärts bis zum 66° nördlicher Breite), ostwärts bis Finnland, das westliche Russland und Bulgarien, südwärts bis in die Pyrenäen die Alpen und Karpaten. Einzelvorkommen findet man im nördlichen Apennin. Im Mittelmeergebiet fehlt er.
Bestand des Sumpf-Bärlapps mit Sporophyllen

In Deutschland wird der Sumpf-Bärlapp insgesamt als „gefährdet“ eingeschätzt, in vielen Bundesländern gilt er aber als „stark gefährdet“ oder sogar „vom Aussterben bedroht“. Er ist deshalb als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft. In Österreich ist er „stark gefährdet“ und fehlt in Wien und Burgenland. In Liechtenstein fehlt sie.

Sumpf-Bärlapp Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 1cm bis 10cm
Blütezeit von August bis Oktober
Lebensraum: Gebirge; Gewässer, Feuchtgebiete; Heide;
Blütenstand: Ähre oder Quirl
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensform: Chamaephyten (gr. chamaí = auf der Erde (befindlich))
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1700m
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: mäßig basenreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; sandiger Boden / Sandboden; Schlammboden / Schlickboden; torfiger Boden / Torfboden;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: nass;

Sumpf-Bärlapp Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; sandiger Boden / Sandboden; Schlammboden / Schlickboden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig basenreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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