Sprossender Bärlapp - Lycopodium annotinum

Familie: Bärlappgewächse

Kategorie: Heilpflanze  Sporenpflanze  Alpenpflanze  

Sprossender Bärlapp Info

Lycopodium: gr. lykos = Wolf, podion = Füßchen (wg. der Sproß­form); "Bärlapp"

Der ausdauernde, immergrüne Sprossende Bärlapp (Lycopodium annotinum), auch Wald-Bärlapp oder Schlangen-Bärlapp genannt, ist ein nach der BArtSchV besonders geschützter Vertreter der Gefäßsporenpflanzen. Früher fand die Pflanze Verwendung als Zauber- oder Hexenpflanze, als Aphrodisiakum und galt generell als Heilpflanze. Sie hat also eine ethnobotanische Bedeutung.

Der Sprossende Bärlapp bildet oberirdisch kriechende Sprosse aus, die bis zu 1 m lang werden können. Aus diesen wachsen etwa 10 bis 30 cm große aufsteigende Triebe empor, die einen dicht beblätterten, unmittelbar aufsitzenden Sporophyllstand tragen können. Die Blätter der aufsteigenden Triebe ähneln den Nadelblättern von Nadelbäumen. Sie stehen waagerecht ab, erscheinen relativ starr, scharf zugespitzt und sind fein gesägt. Eine Haarspitze ist jedoch nicht vorhanden. Die einzelnen Sporophyllstände sitzen unmittelbar am Laubsproß und sind etwa 2 bis 4 cm lang.

Der Sprossende Bärlapp bildet sichtbare Sporophyllstände zwischen August und September aus.


Verbreitung/Vorkommen

Der Sprossende Bärlapp kommt auf der gesamten Nord- und Südhemisphäre circumpolar vor. Er besiedelt die temperaten und borealen Zonen der Nordhalbkugel in Europa, Asien und in Nordamerika; speziell in Europa erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet von Norwegen bis zu den Alpen, zum Apennin, zu den Karpaten und bis Kroatien, selten kommt er auch in den Pyrenäen vor sowie in Westfrankreich; im südlichen Teil von England, im mittleren und nördlichen Teil Russlands tritt er zerstreut auf; in Irland findet man ihn nur selten oder er fehlt dort ganz. In den Alpen steigt er vor allem bis zu einer Höhe von 2000 m auf, doch gelegentlich auch bis 2800 m.

Er kommt in feuchten, bodensauren, schattigen Wäldern, insbesondere in Nadel-, Moor- und Buchenwäldern, zudem selten in Zwergstrauchheiden, vor.

In Österreich ist er mäßig häufig, in den deutschen Bundesländern ist er selten bis sehr selten. In den meisten Bundesländern ist er wegen seiner Seltenheit auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen als gefährdet oder stark gefährdet eingestuft. Er ist zudem durch die BArtSchV besonders geschützt.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

Kommission C* (s.Quellen):... Anregung der Stoffwechselprozesse bei Störungen im Leber-, Galle- und Pankreassystem,z.B. mit Völlegefühl, Meteorismus, Obstipation; Kraftlosigkeit.

Sprossender Bärlapp Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 10cm bis 3m
Blütezeit von April bis Juni
Lebensraum: Gewässer, Feuchtgebiete; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 100m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2800m
Lichtbedarf: Schatten;
Nährstoffbedarf: basenarm; nährstoffarm;
Bodenart: +/- humoser Boden; torfiger Boden / Torfboden;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: frisch;

Sprossender Bärlapp Systematik

Abteilung:
Pteridophyta - Gefäß-Sporenpflanzen
Unterabteilung:
Lycophytina - Bärlappe
Klasse:
Lycopsida - Bärlappähnliche
Ordnung:
Lycopodiales - Bärlappartige
Familie:
Lycopodiaceae
Gattung:
Lycopodium
Art:
annotinum

Sprossender Bärlapp Garten / Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenarm; nährstoffarm;
Erkältungs-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
D.-B.-Entoxin® NMatrix-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis





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