Strahlenlose Kamille - Matricaria discoidea

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze

<b>Strahlenlose Kamille - <i>Matricaria discoidea</i></b>
Strahlenlose Kamille - Matricaria discoidea
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Matricaria_discoidea_003.JPG


Matricaria: lat. matrix = Gebärmutter (Heilpflanze bei Frau­en­lei­den); "Kamille" (von gr. chamai = auf der Erde, melon = Apfel, wg. des Ap­fel­ge­ruchs der Blüten)


Strahlenlose Kamille - Matricaria discoidea; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2008">Bönisch 2008</a> - <b>All rights reserved</b>Strahlenlose Kamille - Matricaria discoidea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Etxrge">Wikipedia User Etxrge</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Matricaria_discoidea.jpg" target=_blank title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Matricaria_discoidea.jpg">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Matricaria_discoidea.jpg</a>

Die Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kamillen (Matricaria); sie gehört zur Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Ihren Namen verdankt sie dem Fehlen der weißen Zungenblüten.

Die Strahlenlose Kamille ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 40 Zentimetern erreicht. Im Gegensatz zur Echten Kamille besitzt die strahlenlose Kamille keine weißen Zungenblüten. Ihre zwittrigen Röhrenblüten sind gelblich-grün und stark duftend.

Die Blütezeit ist von Juni bis September (selten auch im Oktober).


Standort

Sie kommt in Trittrasen, vor allem in Siedlungsnähe vor; sie wächst dort oft in größeren Gruppen. Sie bevorzugt offenen, nährstoffreichen, dichten Lehm- und Tonboden.

Verbreitung/Vorkommen

Die Strahlenlose Kamille ist ursprünglich in Nordostasien und im pazifischen Nordamerika verbreitet. Sie tritt in gemäßigten Zonen weltweit als Neophyt auf. In Mitteleuropa wurde sie 1852 erstmals als Gartenflüchter aus dem Botanischen Garten Berlin beobachtet und ist mittlerweile völlig eingebürgert.

Heimat

nordöstliches Asien

Inhaltsstoffe

Vielzahl an ätherischen Ölen

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Genauso wie die Echte Kamille enthält auch die Strahlenlose Kamille eine Vielzahl an ätherischen Ölen. Dadurch besitzt sie ebenfalls eine heilsame Wirkung.
Die Pflanze riecht ähnlich wie die Echte Kamille (Matricaria chamomilla), ihr ätherischer Ölgehalt ist jedoch anders zusammengesetzt, so dass sie nicht als Ersatz für diese verwendet werden kann. Eine im östlichen Nordamerika eingeschleppte Form besitzt Apfelgeruch.
Dr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana luteaDr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - EsskastanieDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze Johannisbeere

Strahlenlose Kamille - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; sauer;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Strahlenlose Kamille in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Geel Chamillen, Chamaemelum luteum

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Sonstiges

Die Blüten werden durch Insekten (besonders Dipteren) bestäubt oder bestäuben sich selbst. Es handelt sich um eine typische Trittpflanze: Die Früchte verschleimen bei Nässe, bleiben dann an Schuhen, Reifen usw. kleben und können so über weite Strecken verschleppt werden.

Neubürger seit 1850.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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