Gelber Scheinmohn - Meconopsis cambrica

Familie: Papaveráceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten

<b>Gelber Scheinmohn - <i>Meconopsis cambrica</i></b>
Gelber Scheinmohn - Meconopsis cambrica
Bildquelle: Wikipedia User Rotatebot; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

andere Namen: Wald-Scheinmohn, Kambrischer Scheinmohn, Pyrenäen-Scheinmohn


Gelber Scheinmohn - Meconopsis cambrica; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2012">Bönisch 2012</a> - <b>All rights reserved</b>

Der Wald-Scheinmohn ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von durchschnittlich 30 bis 50 Zentimetern, an günstigen Standorten auch bis zu 75 Zentimetern erreicht. Als Speicherorgan dient eine kräftige verdickte Primärwurzel, botanisch als Rübe bezeichnet. Die Pflanze führt gelben Milchsaft. Der Wald-Scheinmohn bildet Horste. Die Grundblätter und ein bis drei Stängelblätter sind bis zu 25 Zentimeter lang gestielt, entwickeln eine Länge bis zu 20 Zentimeter und sind fiederschnittig. Im Grundriss zeigen sie eine lanzettliche Form. Die Abschnitte sind verkehrt-eiförmig gestaltet. Der Blattrand ist gezähnt.

Die Blüten entspringen einzeln den Blattachseln. Die Blütenstiele sind bis 35 Zentimeter lang. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Der Blütendurchmesser beträgt 4 bis 8 Zentimeter. Die zwei kahlen, grünen Kelchblätter fallen nach dem Öffnen der Blüteknospe rasch ab. Die vier Kronblätter besitzen eine ausgeprägt gelbe oder orangefarbene Farbgebung. Der oval eiförmige und unbehaarte Fruchtknoten geht in einen deutlich kurzen Griffel über. Die vier bis sechs strahlenförmig angeordneten Narben laufen an der Spitze des Griffels herab. Auffallend ist ihre deutliche Wölbung nach außen. Die Blütezeit erstreckt sich gewöhnlich von Juni bis Juli, bisweilen wurden blühende Exemplare bereits im Mai gesichtet, einige auch noch in den Monaten August bis Oktober.

Es werden glatte Kapselfrüchte gebildet. Ihre Form entspricht einer elliptischen Keule. Die Kapselfrucht ist nicht gekammert, besitzt also nur ein Fruchtfach. Bei Reife bilden sich analog der Anzahl der Fruchtblätter an der Spitze der Kapsel vier bis sechs Valven, über welche der Samen ausgestreut wird. Die Samenkörner sind schwarz und werden über den Wind ausgebreitet, die Pflanze versamt sich dadurch leicht.


Standort

Auf allen kalkhaltigen Böden. Im freien und unter Bäumen.
Das Habitat des Wald-Scheinmohns sind feuchte, schattige Plätze und der Wald. Er wächst meist auf steinigem Boden im Gebirge. Daher ist er besonders daran angepasst, Lücken und Spalten zwischen Felsen und Steinen zu besiedeln. In seinem westlichen Verbreitungsgebiet ist er zunehmend in offenerem Gelände mit geringerem Bewuchs anzutreffen. Dadurch ist es der Pflanze möglich, die städtische Umwelt zu besiedeln, indem sie zwischen gepflasterten Steinplatten und am Fuß von Mauern wächst.

Verbreitung/Vorkommen

Occidentales Europa, Nordeuropa, Großbrittanien
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - Walnussbaum

Gelber Scheinmohn - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: basisch; sauer;

Der Wald-Scheinmohn ist seit 1640 in Kultur. Er wird in Gärten als Zierpflanze für den sonnigen bis halbschatttigen Bereich genutzt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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