Einblütiges Perlgras - Melica uniflora

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Süßgräser

<b>Einblütiges Perlgras - <i>Melica uniflora</i></b>
Einblütiges Perlgras - Melica uniflora
Bildquelle: Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske; Bildlizenz: CC BY 2.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melica_uniflora_(2320282531).jpg


Melica: mittelalterlicher Name für Hirse (Küchenlatein) oder gr. meli = Ho­nig, junge Stempel schmecken süß; "Perl­gras"
uniflorus: einblumig


Einblütiges Perlgras - Melica uniflora; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melica_uniflora_130512.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melica_uniflora_130512.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melica_uniflora_130512.JPG</a>Einblütiges Perlgras - Melica uniflora; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Einblütiges Perlgras - Melica uniflora; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927">Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Das Einblütige Perlgras besitzt eine kriechende Grundachse mit langen Ausläufern. Von diesen gehen 30 bis 45 Zentimeter hohe Halme aus. Die oberirdischen Teile sterben im Winter ab, die Knospen bilden sich an den unterirdischen Trieben. Die einfachen Laubblätter sind frischgrün, dünn und schlaff. Die Blattscheiden sind verwachsen, die Blatthäutchen ringförmig. Am obersten Blatt verlängert sich das Blatthäutchen längs des Halms auf der von der Blattspreite abgewandten Seite.

Die Rispe ist offen und hat lange, aufrecht stehende Äste. Diese tragen wenige große Ährchen. An deren Spelzen fallen die gewölbten, rotbraunen Hüllspelzen auf, während die Deckspelzen grün gefärbt sind. Jedes Ährchen hat nur zwei Blüten, eine untere zwittrige und eine obere sterile. Die Spelzen der sterilen Blüte sind zu einem kolbigen Körper verwachsen. Die Blütezeit reicht von Mai und Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Ökologie
Das Korn reift im Sommer und fällt zusammen mit der sterilen Blüte aus den Hüllspelzen. Die Spelzen dieser Blüte enthalten Öl, das von Ameisen verzehrt wird und so zur Myrmekochorie beiträgt.


Standort

Die Pflanze wächst auf frischem bis mäßig trockenem, nährstoff- und basenreichen, meist kalkarmen oder entkalkten, neutralen bis mäßig sauren, lockeren bis verdichteten, humosen, sandig-steinigen oder reinen, mittelgründigen bis tiefgründigen Lehmböden. In alten Buchenwäldern bildet es manchmal große Teppiche, wenn die Bäume ausreichend Licht durchlassen. Es ist ein Lehmzeiger. Es ist eine Kennart des Perlgras-Buchenwalds (Melico-Fagetum), kommt aber auch in anderen Gesellschaften der Verbände Carpinion oder Quercion pubescentis vor und ist insgesamt eine Querco-Fagetea-Klassencharakterart.

Verbreitung/Vorkommen

Das Einblütige Perlgras ist in Europa und Vorderasien verbreitet, fehlt aber in Portugal, Südspanien, Nordskandinavien und Russland. In Deutschland ist es meist ziemlich häufig, fehlt aber zum Beispiel im Südosten. In Österreich kommt es in Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark vor.
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Sonstiges

Ähnliche Arten
Vom ähnlichen Nickenden Perlgras (Melica nutans) und dem Bunten Perlgras (Melica picta) unterscheidet es sich vor allem durch die aufrecht stehenden Ährchen und die ausgebreitete Rispe. Das Wimper-Perlgras (Melica ciliata) und das Siebenbürgische Perlgras (Melica transsilvanica) haben eine erheblich dichtere, walzliche Ährenrispe und Deckspelzen, die am Rande lang bewimpert sind.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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