Zarte Miere - Minuartia hybrida

Familie: Nelkengewächse

Kategorie: Alpenpflanze  

Zarte Miere Info

Minuartia: n. d. span. Botaniker J.Minuart (1693 - 1768); "Mie­re"
hybridus: gekreuzt, hybridisiert

andere Namen: Feinblättrige Miere

Die Feinblättrige Miere wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 3 und 20 Zentimeter. Der Stängel ist von Grund an aufrecht und locker ästig verzweigt. Die gegenständigen, ziemlich steifen und etwas abstehenden Laubblätter sind pfriemlich-linealisch mit einer Länge von bis zu 12 Millimeter.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Der gabelig-trugdoldige, verzweigte Blütenstand ist locker aufgebaut. Die Blütenstiele sind mit einer Länge von 5 bis 20 Millimeter doppelt bis fünfmal so lang wie der Kelch. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen, kahlen oder kurz behaarten Kelchblätter sind 3 bis 5 Millimeter lang, linealisch oder lanzettlich und enden zugespitzt. Die fünf weißen Kronblätter sind etwa halb so lang wie der Kelch und länglich-eiförmig.

Die Kapselfrucht ist gleich bis eineinhalbmal so lang wie der Kelch. Die Samen sind rotbraun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46 oder 70.


Standort

In Mitteleuropa gedeiht die Feinblättrige Miere auf offenen, trocken-warmen und kalkhaltigen Lehm- oder Sandböden in lückigen Trockenrasen, auch auf Mauern, auf Bahnhöfen und auf Äckern. Sie ist dort eine Verbands-Kennart des Alysso-Sedion albi-Verbands bei den Felsgrusgesellschaften. Sie kommt besonders in den tieferen und wärmeren Lagen vor und steigt in den Alpen beispielsweise nur bis in Höhenlagen von 1650 Meter auf.

Verbreitung/Vorkommen

Das submediterrane Verbreitungsgebiet der Feinblättrigen Miere reicht von Europa und Nordafrika bis Westasien. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt im nordmediterranen Flaumeichenwaldgebiet. Fundortangaben gibt es für: Vereinigtes Königreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Schweiz, Frankreich inklusive Korsika, Portugal, Spanien inklusive der Balearen, Italien inklusive Sardinien sowie Sizilien, ehemalige Tschechoslowakei, Bulgarien, ehemaliges Jugoslawien, Rumänien, Albanien, Griechenland inklusive Kreta, Zypern, Algerien, Ägypten, Libyen, Marokko, Tunesien, Israel, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei, Iran, Irak, Armenien, Afghanistan, Pakistan, Aserbaidschan, Dagestan, Stawropol, Tadschikistan, östliches Usbekistan, Wolgograd und Ukraine inklusive Krim . In Deutschland ist diese Art meist selten; sie fehlt zum Beispiel im Norddeutschen Flachland.

Zarte Miere Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Mauern, Felsen, Felsspalten; Trockenrasen;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter gegenständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Trockenfrüchte: Kapsel
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude); einjährig;
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1700m
Nährstoffbedarf: nährstoffarm;
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Bodenfeuchte: trocken;

Zarte Miere Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Centrospermae (Caryophyllidae) - Zentralsamige
Ordnung:
Caryophyllales - Nelkenartige
Familie:
Caryophyllaceae
Gattung:
Minuartia
Art:
hybrida

Zarte Miere Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll GemmoKomplex Nr. X - RachensprayDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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