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Dreinervige Nabelmiere

Moehringia trinervia (L.) Clairv.

Es handelt sich um zarte, einjährige bis zweijährige krautige Pflanzen, die normalerweise Wuchshöhen von 10 bis 20 cm erreichen. Ihre rundum kurz behaarten Stängel sind vom Grunde an verzweigt und aufsteigend.

Bestes Bestimmungsmerkmal im Feld sind die eiförmigen, vorne zugespitzten Laubblätter, die fast stets drei, manchmal auch fünf deutlich erkennbare Nerven haben, und die dieser Pflanzenart auch ihren Namen gegeben haben.

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind ziemlich unscheinbar. Insgesamt haben die Blüten einen Durchmesser von etwa 6 mm. Die weißen Kronblätter sind deutlich kürzer als die weißlich gesäumten spitzen Kelchblätter.

Chromosomenzahl 2n=24.

Ökologie

Die Dreinervige Nabelmiere ist ein winterannueller bis ausdauernder Hemikryptophyt. Die Blätter haben durchscheinende Punkte, die durch große, morgensternartige Calciumoxalat-Kristalle, sogenannte Drusen hervorgerufen werden.

Die Blüten sind schwach vormännliche „Nektar führende Scheibenblumen“. Bestäuber sind Zweiflügler und Bienen, aber auch spontane Selbstbestäubung ist möglich. Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Die Früchte sind Kapseln, die sich mit 6-8 nach unten umrollenden Zähnen öffnen. Die Samen besitzen ein ölhaltiges Elaiosom, das aus einer nabelartigen Verdickung des Samenstiels entstanden ist, und zur Ameisenausbreitung dient. Fruchtreife ist von Juni bis Oktober.

Standort

Diese Art wächst an schattigen feuchten Stellen in Wäldern und Gebüschen. In Mitteleuropa ist sie sehr häufig, wird aber wegen ihrer unscheinbaren Blüten und der großen Ähnlichkeit ihres Habitus zur Vogelmiere leicht übersehen. Sie ist eine Charakterart des Epilobio-Geranietum-robertiani aus dem Alliarion-Verband, kommt aber auch in Atropetalia-Gesellschaften vor.

Verbreitung & Vorkommen

Man findet sie in ganz Europa, außer im hohen Norden, und im größten Teil des gemäßigten Asiens.
In den Allgäuer Alpen steigt sie an der Schönberg-Alpe am Besler in Bayern bis zu 1400 m Meereshöhe auf.

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