Kleines Nixenkraut - Najas minor

Familie: Hydrocharitaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Wasserpflanze

<b>Kleines Nixenkraut - <i>Najas minor</i></b>
Kleines Nixenkraut - Najas minor
Bildquelle: Wikipedia User Nonenmac; Bildlizenz: Public Domain;

Najas: n. d. gr. Quellnymphen, den Najaden, von gr. naias = schwim­men; "Nixenkraut"
minor: klein, gering


Kleines Nixenkraut - Najas minor; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nonenmac">Wikipedia User Nonenmac</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Alle Nixenkraut-Arten wachsen als Wasserpflanzen in Süß- oder Brackwasser. Sie sind meist einjährige, selten auch ausdauernde krautige Pflanzen. Die Sprossachsen sind schlank und stark verzweigt, in den unteren Knoten entstehen Wurzeln, die unteren Internodien sind verlängert, die oberen reduziert. Die Laubblätter stehen beinahe gegenständig oder sind durch die verkürzten Internodien fast quirlartig angeordnet. Sie sind aufsitzend und in Blattspreite und Aurikel (Blattöhrchen) unterteilt. Die Blattspreiten sind linealisch und abgeflacht, einnervig, die Blattränder sind meist gesägt, an jeder Seite fünf bis hundert Zähnen. Die Aurikel sind unterschiedlich geformt, jedes schließt ein Paar dünne, durchscheinende Blattschuppen ein, der Rand der Aurikel ist für gewöhnlich spitz-gezähnt, an jeder Seite ein bis 15 Zähnen.

Es gibt sowohl monözische (einhäusig getrenntgeschlechtige) als auch diözische (zweihäusig getrenntgeschlechtige) Arten. Die eingeschlechtigen Blüten stehen einzeln oder in Gruppen aufsitzend in den Achseln, jede einzelne ist meist von einem membranartigen Hüllblatt umgeben. Eine Blütenhülle wird nicht gebildet. Die kurzgestielten, männlichen Blüten bestehen aus einem einzelnen Staubblatt, dessen Staubbeutel aus einem oder vier Theka besteht, die vertikal aufspringen. Die Staubfäden sind zunächst sehr kurz, verlängern sich zur Anthese jedoch etwas. Die ungestielten, weiblichen Blüten bestehen aus einem einzelnen Fruchtblatt mit nur einer Samenanlage, die Plazentation ist basal. Der einzelne Griffel ist in zwei bis vier stark zugespitzte Narbenlappen geteilt.

Die einsamige Frucht ähnelt einer Achäne, das Perikarp liegt eng am Samen an. Die Samen besitzen kein Endosperm.[1

Das Kleine Nixenkraut ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Der frische Stängel ist biegsam, ausgeschweift gezähnt, zurückgekrümmt, dünn, reichlich gabelästig verzweigt, zerbrechlich und nicht bestachelt. Die Blätter stehen paarweise, sind nur 0,5 mm breit, deutlich fein gezähnelt und bogig zurückgekrümmt.

Blütezeit reicht von Juni bis September. Die unscheinbaren Blüten sind eingeschlechtig. Die männlichen Blüten sind von einer sackartigen Spatha eingehüllt und besitzen ein zweilappiges Perigon sowie nur ein Staubblatt. Die weiblichen Blüten besitzen keine Blütenhülle und sitzen in den Blattachseln.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 12, 24 oder 36.


Standort

Das Kleine Nixenkraut gedeiht in sommerwarmen Gewässern. Es besiedelt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer, wo es an den ruhigsten und den am meisten geschützten Stellen wächst. Gegen Verschmutzung ist es empfindlich. Es ist eine Charakterart des Potamogetoneto-Najadetum marinae aus dem Verband Potamogetonion. Es gedeiht in 30–50 (200) Zentimetern Wassertiefe.

Verbreitung/Vorkommen

Das Kleine Nixenkraut ist in den tropischen und warm-gemäßigten Gebieten weitverbreitet. Es kommt in Eurasien (bis Indien und Japan) und in Nordamerika vor. In Nordafrika ist es ein Neophyt.

Das Kleine Nixenkraut kommt in Mitteleuropa nur vereinzelt vor. In Deutschland kommt es wohl nur noch vereinzelt im Tiefland in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg vor, desgleichen in Oberfranken zwischen Hallertau und Donau. In Deutschland findet man es vor allem im Oberrheingebiet; am Bodensee kommt es nur selten vor; wenige Fundstellen sind im Donaugebiet und in Oberfranken bekannt. In Österreich und in der Schweiz kommt es vor. Am Oberrhein zwischen Straßburg und der Mainmündung findet man es nur noch selten. In größeren Gebieten Mitteleuropas fehlt es anscheinend völlig.
Ekzem-Entoxin® NViscum-Entoxin® ND.-B.-Entoxin® NFella-Entoxin®

Kleines Nixenkraut - Garten/Anbau

Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz