Dichter-Narzisse - Narcissus poeticus

Familie: Amaryllidáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze Zwiebelpflanze Schnittblume landwirtschaftliche Kulturpflanze Alpenpflanze mediterrane Pflanze Hummelblume verwildernde Zierpflanze

<b>Dichter-Narzisse - <i>Narcissus poeticus</i></b>
Dichter-Narzisse - Narcissus poeticus
Bildquelle: Wikipedia User Jean-Jacques MILAN; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Narcissus: nach Narkissos, einem schönen Jüngling, der sich so sehr in sein Spiegelbild verliebte, daß er an seiner Ei­genliebe starb, zum Trost aber von den Göttern in ei­ne Blume verwandelt wurde (erstes mythologisches Bei­spiel einer ver­fehlten Selbst­ver­wirklichung); "Nar­zisse"
poeticus: dichterisch (wegen literarischer Er­wäh­nung)

andere Namen: Dichter-Narzisse, Montreux-Narzisse, Echte Narzisse


Dichter-Narzisse - Narcissus poeticus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Dichter-Narzisse - Narcissus poeticus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Narcissus_poeticus_(4697780444).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Narcissus_poeticus_(4697780444).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Narcissus_poeticus_(4697780444).jpg</a>

Die Dichter-Narzissen wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen, die Zwiebeln als Überdauerungsorgane ausbilden und Wuchshöhen von 40 bis 50 cm erreichen. Ihre Laubblätter sind nur 5 bis 8 mm breit.

Die zwittrigen Blüten stehen einzeln auf einem Blütenstandsschaft, sind cremeweiß und haben in ihrer Mitte eine, durch Karotinkristalle gefärbte, gelb-rote Nebenkrone. Diese Nebenkrone dient als Farbflecksaftmal und hat einen anderen und intensivieren Duft als das übrige Perigon. Die Perigonzipfel sind am Grund nur wenig verschmälert. Drei Staubblätter sind tiefer und drei höher eingefügt. Dies ist ein Unterscheidungsmerkmal zur Stern-Narzisse (Narcissus radiiflorus), bei der sich alle sechs Staubblätter in gleicher Höhe befinden. Die Blütezeit reicht von April bis Mai.

Die Pflanze ist hochgiftig und enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Narcissin und Narcipoetin.


Verbreitung/Vorkommen

Weiße Narzissen waren ursprünglich nur im Mittelmeergebiet beheimatet. Durch Kultivierung sind sie mittlerweile weltweit zu finden. Sie bevorzugen kalkarme und feuchte Standorte wie Feuchtwiesen und Flachmoore.

Als Wildpflanze am Heimatstandort ist die Weiße Narzisse in ihren Beständen stark bedroht und entsprechend streng geschützt.

Giftigkeit

Die Pflanze ist hochgiftig und enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Narcissin und Narcipoetin.

Inhaltsstoffe

Narcissin und Narcipoetin.
Spasmo-Entoxin®Uresin-Entoxin®Ekzem-Entoxin® NAdenolin-Entoxin® NN

Dichter-Narzisse - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Vegetativ vermehrt sich die Weiße Narzisse durch Brutzwiebeln. Die Perigonröhre ist bis zu 3 Zentimeter lang und daher vorwiegend von Schmetterlingen bestäubt.
Die Weiße Narzisse ist nach der Gelben Narzisse die wirtschaftlich bedeutendste unter den Narzissen. Sowohl als Schnittblume wie auch als Beet- und Rabattenpflanze wird sie jedes Jahr in umfangreichen Mengen in den Handel gebracht.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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