Krautfinder Krautfinder — Pflanzen bestimmen

Gelbe Narzissen sind mehrjährige krautige Pflanzen, die Zwiebeln als Überdauerungsorgane ausbilden und Wuchshöhen von 40 cm erreichen. Ihre gelben Blüten stehen einzeln auf einem Stängel und erscheinen ab März. Die Pflanze ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe.

Verwendung in der Heilkunde

Die Gelbe Narzisse fand wegen ihrer hautreizenden und giftigen Eigenschaften in der Antike Verwendung als Mittel gegen Hautkrankheiten wie Flechten und Geschwüre. Die spätere Volksmedizin setzte sie gegen Erkältungskrankheiten und Keuchhusten sowie als Brechmittel ein.

Die Pflanze ist giftig und enthält vor allem in der Zwiebel giftige Alkaloide. Die Pflanze verursacht Übelkeit, Erbrechen, entzündliche Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und Schockzustände. Außerdem verursacht sie bei häufigerer oder längerer Berührung die häufigste starke hautirritative Kontaktdermatitis mit Blasenbildung bei Gärtnern und Floristen und deren Gehilfen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilZwiebel
GiftstoffeAlkaloide

Folgesymptome

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schock, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis), Schweregefühl in den Beinen

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Rötung, Brennen auf der Haut, Hautirritationen, Kontaktdermatitis

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, viel warmen Tee trinken, Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken, Himbeersaft trinken

Standort

Am liebsten sind der Gelben Narzisse sonnige bis halbschattige Standorte in nährstoffreicher, feuchter Erde.

Verbreitung & Vorkommen

Gelbe Narzissen waren ursprünglich nur in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa beheimatet; durch Kultivierung sind sie jedoch kaum noch autochthon anzutreffen.

Als Wildpflanze (die von der Kulturform her sehr verschieden ist, z.?B. sind die Blüten erheblich kleiner) ist die Gelbe Narzisse in ihren Beständen stark bedroht und entsprechend streng geschützt. Das Pflücken wilder Narzissen ist daher auch verboten.

Inhaltsstoffe

Die ganze Pflanze ist giftig und enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Lycorin (früher Narcissin), Hämanthamin (Natalensin), Tazettin, Homolycorin (Narcipoetin), Lycorenin, Narcissidin, Magnarcin, Anhydromethylpseudilycorin, Methylpseudolycorin, Fiancin und Narcissamin.

Aus derselben Gattung (Narcissus)

Alle Pflanzen der Gattung Narcissus

Aus derselben Familie (Amaryllisgewächse)

Alle Pflanzen der Familie Amaryllisgewächse