Finkensame - Neslia paniculata

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Finkensame - <i>Neslia paniculata</i></b>
Finkensame - Neslia paniculata
Bildquelle: Wikipedia User Fornax; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Neslia: n. d. franz. Botaniker J.A.N. de Nesle; "Finkensame"
paniculatus: rispig, büschelig


Finkensame - Neslia paniculata; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User FloraUploadR">Wikipedia User FloraUploadR</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Finkensame - Neslia paniculata; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fornax">Wikipedia User Fornax</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Vegetative Merkmale

Der Finkensame ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 15 bis 80 Zentimetern. Er bildet dünne Pfahlwurzel. Der Stängel wächst aufrecht und ist im oberen Teil meist verzweigt. Stängel wie Blätter haben verzweigte und einfache Haare (Indument). Die Laubblätter sind lanzettlich geformt, die unteren sind gestielt, die oberen mit tief pfeilförmigem Grund sitzend.

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt vorwiegend im Juni und Juli. Die reichblütigen Blütenstände sind anfangs schirmtraubig und werden durch Verlängerung der Blütenstandsachse bis zur Fruchtreife traubig, dadurch stehen anfangs die Blüten dicht zusammen und die Früchte stehen relativ weit auseinander. Die Blütenstiele stehen meist aufrecht ab und sind fruchtend etwa 6 bis 13 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier kahlen und gelblichgrünen Kelchblätter sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 Millimetern länglich-elliptisch mit stumpfem oberen Ende. Die vier goldgelben Kronblätter sind bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern spatelförmig mit stumpfem oberen Ende. Die Schötchen sind mehr oder weniger kugelig geformt, meist breiter als lang (bei der Neslia paniculata subsp. thracica so lang wie breit), mit einem Durchmesser von etwa 1,5 bis 3 Millimeter und einer netzig-runzeligen Oberfläche.

Bei der Unterart Neslia paniculata subsp. paniculata beträgt die Chromosomenzahl 2n = 14.


Standort

Der Finkensame wächst in Mitteleuropa in Getreideunkrautgesellschaften. Er gedeiht in Mitteleuropa meist auf warmen, nährstoff- und meist kalkhaltigen, lehmigen Böden. Er ist ein Lehmzeiger, der bis 60 cm tief wurzelt. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Sedo-Neslietum aus dem Verband der Mohnäcker (Caucalidion lappulae).

Verbreitung/Vorkommen

Neslia paniculata ist wohl ursprünglich im südosteuropäischen bis zentralasiatischen Steppengebiet beheimatet. Neslia paniculata ist in den übrigen Gebieten Europas und in Nordafrika, Asien, Nordamerika sowie Australien ein Neophyt.

In Mitteleuropa ist der Finkensame zerstreut verbreitet. Der Finkensame kommt in Deutschland vor allem im mittleren und südlichen Gebiet zerstreut bis ziemlich verbreitet vor. Seine Bestände sind jedoch deutlich rückläufig. Im übrigen Gebiet ist er sehr selten zu finden. In Österreich ist er im pannonischen Gebiet häufig, ansonsten zerstreut bis selten zu finden. In der Schweiz tritt der Finkensame selten und vereinzelt auf.

In der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands wurde der Finkensame 1996 in die Kategorie 3+ gestellt, d. h. gefährdet.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderDr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – EdeltanneDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - Silberbirke

Finkensame - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstiges

Systematik

Die Erstveröffentlichung erfolgte unter dem Namen (Basionym) Myagrum paniculatum durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Neslia paniculata (L.) Desv. wurde durch Nicaise Auguste Desvaux veröffentlicht. Ein Synonym für Neslia Desv. ist Vogelia Medik.

Neslia paniculata ist die einzige Art der Gattung Neslia in der Tribus Camelineae innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Man kann zwei Unterarten unterscheiden:

Neslia paniculata (L.) Desv. subsp. paniculata
Neslia paniculata subsp. thracica (Velen.) Bornm. (Syn.: Neslia apiculata C.A.Mey., Vogelia apiculata (C.A.Mey.) Vierh., Neslia paniculata subsp. apiculata (C.Mey.) Maire & Weiller): Sie kommt in Süd- und Südwesteuropa vor.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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