Frühlings-Nabelnüßchen - Omphalodes verna

Familie: Boretschgewächse

Kategorie: Garten  verwildernde Zierpflanze  

Frühlings-Nabelnüßchen Info

Omphalodes: gr. omphalos = Nabel, eidos = Gestalt (wg. der Frucht­form); "Nabelnuß", "Gedenkemein"
vernalis: Frühling-

andere Namen: Großblüten-Nabelnüsschen, Gedenkemein

Das Frühlings-Nabelnüsschen ist ein 5 bis 20 selten bis 30 Zentimeter hoher, ausdauernder Hemikryptophyt mit aufsteigendem bis aufrecht stehendem, weichhaarigem Stängel. Es bildet oberirdische Ausläufer. Die Laubblätter sind zumindest im unteren Bereich des Stängels lang gestielt. Die Blattspreite ist breit eiförmig und 4 bis 15 Zentimeter lang, die Blattbasis ist abgestutzt bis schwach herzförmig. Der Blütenstand ist nicht oder wenig verzweigt und besteht meist aus 10 bis 20 (selten ab 6 oder bis 30) Blüten. Die Blütenkrone hat einen Durchmesser von 10 bis 12 Millimeter, selten ab 8 bis 15 Millimeter. Die Kronröhre ist beinahe fehlend, der Kronensaum ist himmelblau und zeigt von der Mitte ausgehende, weiße Linien zwischen den Kronenzipfeln. Die Schlundschuppen sind weiß. Die Früchte sind wie bei allen Vertretern der Raublattgewächse in vier als Klausen bezeichnete Teilfrüchte zerfallende Klausenfrüchte. Die Klausen sind napfförmig ausgehöhlt, zeigen am Scheitel einen häutigen Ringsaum und sind mit dem Rücken am Griffel angewachsen.

Die Art blüht von April bis Mai.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.


Standort

Man findet die Art in feuchten Laubgehölzen in montaner Lage.

Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Europa und reicht von Österreich über Slowenien und weiteren Staaten des früheren Jugoslawiens bis nach Rumänien.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet innerhalb Österreichs beschränkt sich auf das südliche Kärnten, dort wächst es in den Karawanken, im Loiblgebiet, im Rosental und besonders in Arnoldstein. In anderen Bundesländern wird es als Zierpflanze kultiviert und ist manchmal verwildert, so im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und Salzburg. In Wien wurde die Art bewusst ausgesetzt, in Vorarlberg und im Fürstentum Liechtenstein sind die Bestände wieder erloschen.

In Deutschland gilt die Art als eingebürgerter Neophyt. In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet kommt die Art besonders in Laubwäldern der Ordnung Fagetalia vor.

Sonstiges

Das Frühlings-Nabelnüsschen kann mit dem im Habitus ähnlichen, häufiger als Zierpflanze kultiviertem Großblättrigen Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) verwechselt werden.

Frühlings-Nabelnüßchen Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett;
Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von April bis Mai
Lebensraum: Auen; Gärten und Parks;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Lichtbedarf: Halbschatten; Schatten;

Frühlings-Nabelnüßchen Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflorae - Röhrenblütige
Ordnung:
Boraginales - Boretschartige
Familie:
Boraginaceae
Gattung:
Omphalodes
Art:
verna

Frühlings-Nabelnüßchen Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosa

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Schweiz! Kategorie VU (Verletzlich)


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