Sand-Esparsette - Onobrychis arenaria

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Sand-Esparsette - <i>Onobrychis arenaria</i></b>
Sand-Esparsette - Onobrychis arenaria
Bildquelle: Wikipedia User Flukeman; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Onobrychis: gr. onos = Esel, brychein = beißen, fressen (Vieh­fut­ter); "Es­par­sette"
arenarius: sandig (Standort), auf Sand wach­send


Sand-Esparsette - Onobrychis arenaria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Flukeman">Wikipedia User Flukeman</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Sand-Esparsette ist eng mit der in Mitteleuropa verbreitet vorkommenden und als Kulturpflanze angebauten Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia) verwandt. Sie lässt sich von dieser durch die kürzeren Blüten, den langgestreckten, schmalen Blütenstand und die schmaleren Blätter unterscheiden. Trotzdem ist eine Abgrenzung gegeneinander, besonders in Gebieten, wo beide Arten auftreten, nicht immer möglich. Dies liegt zum einen an der großen Variabilität der Futter-Esparsette, zum anderen wohl auch an der Tatsache, dass hybride, fruchtbare Formen zwischen den beiden Arten vorkommen. In manchen Gegenden ist deshalb eine Auftrennung in Arten oder Unterarten kaum mehr möglich. Onobrychis arenaria selbst ist ebenfalls sehr variabel und kann in mehrere Unterarten getrennt werden, wobei in Mitteleuropa fast ausschließlich die Onobrychis arenaria ssp. arenaria zu finden ist. Lediglich in Österreich findet man selten auch die Onobrychis arenaria ssp. taurerica, auch als Tauern-Sand-Esparsette bezeichnet, die sich von der O. a. ssp. arenaria unter anderem durch größere Blüten und einen nicht schopfigen Blütenstand unterscheidet.

Die Sand-Esparsette ist eine krautige Pflanze und hat einen 20 bis 80 cm hohen Stängel, der aufsteigend bis aufrecht wächst. Die Laubblätter sind fünf- bis 17-paarig gefiedert. Die Blättchen sind von lanzettlicher bis schmal-linealer Form und 2 bis 4 mm breit. Der Stiel des schmal spindelförmigen Blütenstandes ist etwa dreimal so lang wie das dazugehörige Blatt. Der kurz anliegend behaarte Kelch ist 4 bis 6 mm lang und besitzt Zähne, die ein- bis zweimal so lang wie die Kelchröhre sind. Die Krone ist 7 bis 10 mm lang (bei der O. a. ssp. taurerica 10 bis 12 mm) und weißlich-rosa gefärbt mit Flügeln, die nur etwa 2 bis 3 mm lang sind. Die Hülsenfrucht besitzt eine Länge von etwa 4 bis 6 mm.


Standort

Onobrychis arenaria wächst auf Halbtrockenrasen und beweideten Magerrasen. Sie bevorzugt mäßig frische bis trockene, kalk- oder gipshaltige Fels-, Sand- und Lößböden.

Verbreitung/Vorkommen

Sie ist eine osteuropäisch-asiatische Pflanzenart und stammt aus den Steppenregionen Eurasiens. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich westlich bis Frankreich und südlich bis Griechenland.

In Deutschland ist die Art in der O. a. ssp. arenaria selten vor allem in Thüringen und Franken zu finden. Ihre Fundorte dort liegen außerhalb des zusammenhängenden Areals. Sie wird in der Kategorie 3 nach BArtSchV als gefährdet eingestuft. In der Schweiz kommt sie zerstreut in der Nordost- und Südschweiz vor. In Österreich ist sie häufig im Pannonischen Gebiet zu finden. Sonst ist sie selten. In der O. a. ssp. taurerica ist sie darüber hinaus noch selten in Kärnten und Osttirol auftretend.
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Sand-Esparsette - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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