Blasses Knabenkraut - Orchis pallens

Familie: Orchidaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Allergiepflanze Alpenpflanze

<b>Blasses Knabenkraut - <i>Orchis pallens</i></b>
Blasses Knabenkraut - Orchis pallens
Bildquelle: Wikipedia User Hiku2; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens_(13920889149).jpg


Orchis: gr. orchis = Hoden (Form der Wur­zel­knollen); "Kna­ben­kraut"
pallens: bleichend, erblassend

Das Blasse Knabenkraut ist die am frühesten blühende heimische Orchidee. Durch die spezifischen Ansprüche an die Biotope ist es sehr selten. Die Pflanze treibt schon etwa eine Woche nach der Schneeschmelze aus.

Blasses Knabenkraut - Orchis pallens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Hans Stieglitz">Wikipedia User Hans Stieglitz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens-002.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens-002.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens-002.jpg</a>Blasses Knabenkraut - Orchis pallens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Hiku2">Wikipedia User Hiku2</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens_(13920925340).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens_(13920925340).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Orchis_pallens_(13920925340).jpg</a>

Habitus und Blatt

Das Blasse Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimeter erreicht. Dieser Geophyt bildet zwei eirunde Knollen als Überdauerungsorgan.

Die Anzahl der Laubblätter schwankt zwischen vier und sechs, wovon zwei bis vier am Grunde des Stängels rosettig gehäuft sind. Die Rosettenblätter sind glänzend, ungefleckt und hellgrün, 8 bis 15 Zentimeter lang und 2 bis 5 Zentimeter breit.
Ausschnitt eines Blütenstandes mit Blüten im Detail
Blütenstand und Blüte

Der breit zylindrische Blütenstand ist reichblütig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Blütenfarbe ist hellgelb ohne Zeichnung. Die seitlichen Kelchblätter stehen schräg oder senkrecht nach oben und sind nach außen gedreht. Die mittleren Kelchblätter (Sepalen) und die Kronblätter (Petalen) sind zusammengeneigt und bilden einen Helm. Die Lippe ist flach oder längs gefaltet, breiter als lang, und dreilappig. Der Sporn ist aufwärts gebogen. Der Blütenduft wird unterschiedlich gedeutet - tendiert zwischen Schwarzem Holunder und Katzenharn.

Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte April bis Mitte Juni (in Gebirgslagen).
Chromosomensatz
Die Chromosomenzahl beträgt beim Blassen Knabenkraut 2n = 40; aus der Chromosomengrundzahl der Gattung Orchis von x = 20 ergibt sich Diploidie.


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Standort

Das Blasse Knabenkraut gedeiht am besten auf kalkreichen, lockeren, etwas durchsickerten und meist steinigen Lehmböden mit guter Mullauflage. Das Blasse Knabenkraut wächst auf basenreichem, humosen und lockeren Lehm- und Tonböden. Es gedeiht in Gesellschaften der Verbände Fagion, Tilio-Acerion, Quercion pubescentis oder Mesobromion.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Blasse Knabenkrautes erstreckt sich in Europa vom nördlichen Spanien im Westen über Mitteleuropa bis Vorderasien und Kaukasien im Osten. Die südliche Verbreitungsgrenze ist von Süditalien über den Peloponnes bis zur südlichen Türkei zu ziehen. Die Nordgrenze ist der mittlere Teil Deutschlands.

In Deutschland ist der Verbreitungsschwerpunkt in Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern. Einige wenige Vorkommen existieren in Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Bis auf Wien und Kärnten kommt es in jedem Bundesland Österreichs vor. In der Schweiz gibt es nur wenige Gebiete, wo das Blasse Knabenkraut häufiger anzutreffen ist.

In den Alpen steigt es bis in Höhenlagen von etwa 1800 Meter auf. In den Allgäuer Alpen steigt es nur am Hirschberg von Schnepfegg bei Schnepfau in Vorarlberg bis zu 1500 m Meereshöhe auf.

Insgesamt ist es in Mitteleuropa sehr selten, kommt aber an seinen Standorten meist in kleineren, lockeren und gelegentlich auch in individuenreichen Beständen vor. Es bevorzugt lichte Wälder, es geht aber auch auf Bergwiesen. Es bevorzugt leichte Beschattung in Laub- und Mischwäldern, auf Magerrasen und Bergwiesen.

Durch die spezifischen Ansprüche an die Biotope ist es sehr selten. In der collinen Höhenstufe blüht Orchis pallens zusammen mit Viola odorata und Primula veris.
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Blasses Knabenkraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

In collinen Lagen blüht Orchis pallens zusammen mit Viola odorata und Primula veris.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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