Bergfarn - Oreopteris limbosperma

Familie: Sumpffarngewächse - Thelypteridaceae

Kategorie: Sporenpflanze  Alpenpflanze  

Bergfarn Info

andere Namen: Syn. Thelypteris limbosperma, Dryopteris limbosperma, Dryopteris montana, Lastrea limbosperma,

Der Bergfarn wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Das Rhizom ist kurz und aufsteigend. Die Wedel sind in einer trichterförmigen Rosette angeordnet. Die Wedel besitzen eine Länge von 30 bis 100 Zentimeter. Der nur etwa 20 cm lange Blattstiel besitzt zwei Leitbündel. Ebenso wie der untere Teil der Blattspindel ist er zerstreut mit gelben Spreuschuppen besetzt. Die gelbgrünen, unterseits mit gelben Drüsenhaaren und kurzen, weißen Härchen besetzten Blattspreiten haben einen feinen Zitronengeruch. Sie sind einfach gefiedert, im Umriss lanzettlich, spitz und am Grund auffällig verschmälert. Die abgerundeten Fiederchen sind am Rand undeutlich gekerbt.

Die Fiederchen der fertilen Blätter sind häufig umgerollt. Die schwarzbraunen Sporenbehälter (Sori) sitzen zweireihig auf der Unterseite der sporentragenden Wedel und sind dem Rand der Fiederchen genähert. Der Schleier der Sori fällt früh ab.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 68.

Beim Echten Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), mit dem der Bergfarn leicht verwechselt werden kann, sind die Wedel dunkler grün und auf der Blattunterseite drüsenlos, die Sori befinden sich in der Mitte der Fiederchen. Der Blattstiel besitzt drei bis fünf Leitbündel.

Ökologie
Der Bergfarn ist ein sommergrüner Hemikryptophyt. Die Sporen unterliegen der Windausbreitung als Körnchenflieger. Die Sporenreife erstreckt sich Juli bis August. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch das Rhizom.


Standort

Der Bergfarn besiedelt staudenreiche Bergmischwälder, schattige und artenarme Eichenwälder, Erlenbrüche und Waldquellen, auch an feuchten Böschungen, hier häufig als Sekundärvorkommen. Er wächst am besten auf sickerfrischen, wechselfeuchten, nährstoff- und basenarmen Lehmböden in regenreichen Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Verbreitung/Vorkommen

Der Bergfarn ist zirkumpolar in den ozeanischen Bereichen Europas, Ostasiens und des westlichen Nordamerikas verbreitet.. Überwiegend kommt der Berglappenfarn in Gebirgslagen, aber auch in Tieflagen im Nordosten (Rügen) und Westen (Bergisches Land) vor.

Im pflanzensoziologischen System hat der Bergfarn sein Schwerpunktvorkommen in der planar-collinen Stufe im Verband Alnion glutinosae, in der montan-subalpinen Stufe in der Klasse Betulo-Adenostyletea und im Verband Vaccinio-Piceion, sowie in der montan-subalpinen Stufe im Unterverband Luzulo-Fagenion. In den Allgäuer Alpen steigt der Bergfarn auf der Rappen-Alpe bis über 2000 Metern Meereshöhe auf.

Bergfarn Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 50cm bis 1m
Blütezeit von Juli bis August
Lebensraum: Gebirge; Halbmagerrasen; Magerrasen; Magerwiesen; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: geteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1800m
Lichtbedarf: Halbschatten; Schatten;
Nährstoffbedarf: basenarm; nährstoffarm;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; torfiger Boden / Torfboden;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: frisch; wechselfeucht;

Bergfarn Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: frisch; wechselfeucht;
Boden Nährstoffgehalt: basenarm; nährstoffarm;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie V (Arten der Vorwarnliste)





 

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