Gewöhnliche Moosbeere - Oxycoccus palustris

Familie: Heidekrautgewächse

Kategorie: Wildgemüse  Beerenpflanze  

Gewöhnliche Moosbeere Info

palustris: sumpfig, moorig

andere Namen: Vaccinium oxycoccus

Die Gewöhnliche Moosbeere gilt in Deutschland als gefährdet (Gefährdungskategorie 3).

Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos, syn. Oxycoccus palustris Pers.) ist ein Vertreter der Heidelbeeren (Vaccinium) innerhalb der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie ist eine Charakterpflanze der Bulte in Bult-Schlenken-Komplexen von Regenmooren, kommt aber auch in Zwischenmooren und Bruchwäldern vor. Kennzeichnend für diesen Zwergstrauch sind ihre zu dünnen Fäden reduzierten „Stämme“, mit denen sie flach über Torfmoospolster rankt.

Die Gewöhnliche Moosbeere ist ein immergrüner, fadenförmig niederliegend wachsender Zwergstrauch (holziger Chamaephyt), dessen Stängel bis zu einen Meter weit kriechen können. Sie wird etwa zwei bis sechs Zentimeter hoch. Die Blätter sind ledrig, elliptisch bis lanzettlich mit der größten Breite am Grund. Sie sind oberseits dunkelgrün, unterseits weißlich grün, ganzrandig und mit zur Spitze hin umgerollten Rand und kahl. Sie werden fünf bis zehn Millimeter lang.

Die rosafarbenen, endständigen Blüten sitzen zu ein- bis viert auf bis zu fünf Zentimeter langen Blütenstielen. Diese hat zwei rote, ein bis zweieinhalb Millimeter lange Vorblätter. Die Krone der Blüten wird fünf bis sieben Millimeter lang und hat vier bis fünf zurückgeschlagene Zipfel. Die Früchte erreichen bis zu achtzehn Millimeter im Durchmesser. Nach der Fruchtform werden mitunter verschiedene Formen unterschieden. Die Früchte sind gelbrot bis rot, teils gesprenkelt. Die Pflanze blüht von Mai bis August. Die Früchte reifen ab August


Verbreitung/Vorkommen

Die Moosbeere wächst bevorzugt auf Moorböden. Die Moosbeere ist zirkumpolar verbreitet, bis etwa 71° nördlicher Breite. In Skandinavien, im Baltikum, Nordrussland, Japan und Nordamerika kommt sie häufig vor. In den Alpen wächst sie bis zu einer Höhe von 1500 Metern.

Verwendung in der Küche

Die Moosbeere ist essbar. Ihre Standorte liegen überwiegend in Naturschutzgebieten. Daher ist das Sammeln der Früchte nur in Ausnahmefällen möglich. Ihre roten Beeren haben einen leicht bitteren Geschmack, der etwa dem der Preiselbeeren ähnelt. Moosbeeren passen zu Wildschwein-, Hirsch- oder Rehbraten. Verarbeitet werden Moosbeeren zu Konfitüre, Trockenobst, Tee und Saft. Weiterhin finden die Früchte in Backwaren, Likören, Vitaminpräparaten und Cremes Verwendung. Regional werden sie zu Eierkuchen und Quarkgerichten gereicht. Für Moosbeeren werden lokalen Beerensammlern in den baltischen EU-Mitgliedsstaaten die mit Abstand höchsten Preise für wild wachsende Beeren gezahlt. Die Reife- und Erntezeit der Früchte liegt im Zeitraum September bis Oktober.

Inhaltsstoffe

Die Beeren sind reich an Vitamin C (15 - 30 mg/100 g), Mineralstoffen (0,2 - 0,3 %), Pektin (0,4 - 0,8 %), organischen Säuren (vor allem Zitronensäure, Benzoesäure und Chlorogensäure) und Zucker (2,4 - 6,1 %).

Gewöhnliche Moosbeere Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 15cm bis 80cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gewässer, Feuchtgebiete;
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Fruchtfarbe: rot;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);

Gewöhnliche Moosbeere Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Heteromerae - Primelblütige
Ordnung:
Ericales - Heidekrautartige
Familie:
Ericaceae
Gattung:
Oxycoccus
Art:
palustris
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 3 (gefährdet)





 

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