Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Feld-Spitzkiel - <i>Oxytropis campestris</i></b>
Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris
Bildquelle: Wikipedia User Mathe94; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris-2.jpg


Oxytropis: gr. oxys = sauer, auch spitz, tropos = Schiffskiel (Blü­te); "Spitz­kiel"
campestris: auf dem Feld


Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Aroche">Wikipedia User Aroche</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_Atlas_Alpenflora.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_Atlas_Alpenflora.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_Atlas_Alpenflora.jpg</a>Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris03.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris03.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris03.jpg</a>Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris01.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris01.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris01.jpg</a>Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User AB">Wikipedia User AB</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_plant_full_1_AB.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_plant_full_1_AB.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_plant_full_1_AB.jpg</a>Feld-Spitzkiel - Oxytropis campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Guerin Nicolas">Wikipedia User Guerin Nicolas</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_(BG_Wroclaw)-2.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_(BG_Wroclaw)-2.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxytropis_campestris_(BG_Wroclaw)-2.JPG</a>

Vegetative Merkmale

Der Alpen-Spitzkiel wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern. Es wird eine grundständige Blattrosette gebildet. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gefiederten Blattspreiten besitzen 10 bis 15 Paaren Fiederblättchen. Die zerstreut behaarten bis fast ganz kahlen Fiederblättchen sind elliptisch (bzw. lanzettlich). Die lanzettlichen Nebenblätter sind doppelt bis dreimal so lang wie die untersten Blättchen und ziemlich weit mit dem Blattstiel verbunden.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Ende Juni bis August. Auf behaarten, 5 bis 15 Zentimeter langen Blütenstandsschäften befingen sich köpfchenförmige Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Länge der fünf dreieckigen Kelchzähne ist je nach Unterart verschieden. Die blassgelben Blütenkronen besitzen die typische Form der Schmetterlingsblüten und sind 1,5 bis 2 Zentimeter lang. Das Schiffchen trägt am Kiel einen auffälligen Sporn.

Die behaarten Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 14 bis 18 Millimetern sowie einer Breite von 6 bis 8 Millimetern kurz-walzlich.

Chromosomensatz

Die Chromosomenzahl beträgt 2n= 32 oder 36, 48. Dabei geht der niedrigste Chromosomensatz für die euroasiatischen Vertreter des sogenannten Oxytropis campestris "Superaggregats" nie unter 2n= 48, während für die Verwandtschaft im asiatischen fernen Osten und Nordamerika auch 2n = 16 oder 32 auftreten.


Standort

Als Standorte werden basenreiche Magerrasen und Schuttfluren bevorzugt. Er ist eine Charakterart des Elynetum.

Verbreitung/Vorkommen

Der Alpen-Spitzkiel ist ein arktisch-alpines Florenelement. Diese hochmontan-alpine Art ist im ganzen Alpenbogen von der Steiermark bis in die Seealpen anzutreffen. Darüber hinaus findet er sich zirkumpolar und in den anderen europäischen Gebirgszügen, wie etwa in den Pyrenäen, im Apennin und in den Karpaten. In Nordamerika besiedelt sie ein großes Areal von Nord- und Süd-Dakota und Nord-Colorado bis Alaska, Yukon und dem Westen der Nordwest-Territorien.

In den Allgäuer Alpen kommt er von 1000 bis 2390 Metern (Gipfel der Rothornspitze in Tirol) vor.
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Feld-Spitzkiel - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;

Sonstiges

Der Alpen-Spitzkiel gehört innerhalb der Gattung Oxytropis in die Sektion Orobia, die hauptsächlich in Amerika und Zentralasien verbreitet ist, die europäischen Vertreter sind auf Gebirge und die Subarktis beschränkt. Die Artenzahl und Artabgrenzung innerhalb dieser Sektion gelten als problematisch, da offensichtlich zahlreiche junge endemische Sippen existieren, die erst nach der jüngsten Eiszeit entstanden sind, diese werden je nach Autor als Formen, Unterarten oder sogar Arten aufgefasst.
Blütenstand von Oxytropis campestris subsp. sordida
Früchte von Oxytropis campestris subsp. sordida

In Europa werden drei Unterarten unterschieden:

Oxytropis campestris subsp. campestris: Die Kelchzähne sind etwa 2 mm lang. Die Blütenfarbe ist gelb. Verbreitung: Süd-Schweden, Schottland, Pyrenäen, Alpen, westliche Balkanländer bis Mazedonien, Karpaten.
Oxytropis campestris subsp. tiroliensis (Fritsch) Leins & Merxm. Tiroler Alpenspitzkiel. Auffälligstes Merkmal ist die weißlich bis hellviolette Blütenfarbe. Die Kelchzähne sind kürzer als bei der Nominalform, zirka 1,5 mm lang. Diese Unterart ist endemisch in einem Gebiet, das von Kärnten über Tirol bis nach Graubünden und Südtirol reicht. In einem Beitrag von 2004 bestreiten allerdings einige Botaniker aufgrund genetischer und morphologischer Untersuchungen den Status der Unterart, die für sie nur eine bedeutungslose Lokalform der Nominatform ist.
Oxytropis campestris subsp. sordida (Willd.) Hartman fil.: Verbreitung: Norwegische Finnmark, Finnland, arktisches Europa. Die Blütenfarbe ist gelb oder hellviolett. Die Kelchzähne sind zirka 3 mm lang. Die zylindrische Frucht ist etwas gebogen.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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