Blaues Mänderle - Paederota bonarota

Familie: Plantaginaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Blaues Mänderle - <i>Paederota bonarota</i></b>
Blaues Mänderle - Paederota bonarota
Bildquelle: Wikipedia User Meneerke bloem; Bildlizenz: CC BY 4.0;


Blaues Mänderle - Paederota bonarota; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="" target=_blank title=""></a>; Blaues Mänderle - Paederota bonarota; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882">Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Das Blaue Mänderle ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von fünf bis 15 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind meist mit drei gegenständigen Laubblattpaaren beblättert. Die Laubblätter sind ungeteilt, unter drei Zentimeter lang und bis zwei Zentimeter breit. Auf jeder Seite befinden sich fünf bis höchstens neun Zähnchen. Die Blätter sind dunkelgrün und leicht ledrig bis starr.

Der Kelch ist fünfzählig. Die Blütenkrone ist tief violettblau, auch blau und selten rosa. Sie ist acht bis 13 Millimeter lang. Die Staubblätter sind deutlich länger als die Blütenkrone. Blütezeit ist Juli, seltener auch im August.
Blaues Mänderle (Paederota bonarota) am Sassolongo in Italien

Die Früchte sind vielsamige Kapseln.


Standort

Das Blaue Mänderle wächst in Kalk-Felsspalten der subalpinen bis alpinen Höhenstufe und kommt im gesamten Verbreitungsgebiet nur zerstreut bis sehr selten vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Art ist in den Südostalpen endemisch. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf Kärnten (Gailtaler Alpen, Karnische Alpen, Nockberge), Bergamasker Alpen Salzburg (Kitzbüheler Alpen, Leoganger und Loferer Steinberge), Ost-Tirol (Karnische Alpen), Süd-Tirol, die Julischen Alpen sowie einige weitere Gebiete in Nord-Italien.

Inhaltsstoffe

Das Blaue Mänderle enthält Iridoid-Glykoside.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseGemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia Maca

Blaues Mänderle - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Sonstiges

Das Blaue Mänderle bildet mit dem Gelben Mänderle (Paederota lutea) Hybriden an Standorten, wo beide Arten gemeinsam vorkommen, etwa am Gartnerkofel. Die Merkmale der Hybriden stehen zwischen den beiden Arten, so ist die Krone gelblich-schmutzig-violett.

Ein Synonym für Paederota lutea ist Veronica lutea.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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