Langähriges Läusekraut - Pedicularis elongata

Familie: Orobancháceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Halbschmarotzer Alpenpflanze Giftpflanze

<b>Langähriges Läusekraut - <i>Pedicularis elongata</i></b>
Langähriges Läusekraut - Pedicularis elongata
Bildquelle: Wikipedia User Meneerke bloem; Bildlizenz: CC BY 4.0;

Pedicularis: lat. pediculus = Laus (Mittel gegen Läuse); "Läu­se­kraut"
elongatus: verlängert

Läusekräuter sind so genannte Halbschmarotzer. Vollschmarotzer wie die Sommerwurz beziehen Wasser und sämtliche Nährstoffe aus den Wurzeln benachbarter sogenannter Wirtspflanzen. Halbschmarotzer betreiben eigenständig Fotosynthese, gewinnen also mittels Blattgrün (Chlorophyll) aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker. Halbschmarotzer haben deshalb immer auch grüne Blätter, während Vollschmarotzer ohne Blattgrün auskommen. Läusekräuter sind so genannte Halbschmarotzer. Vollschmarotzer wie die Sommerwurz beziehen Wasser und sämtliche Nährstoffe aus den Wurzeln benachbarter sogenannter Wirtspflanzen. Halbschmarotzer betreiben eigenständig Fotosynthese, gewinnen also mittels Blattgrün (Chlorophyll) aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker. Halbschmarotzer haben deshalb immer auch grüne Blätter, während Vollschmarotzer ohne Blattgrün auskommen.

Langähriges Läusekraut - Pedicularis elongata; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>;

Vegetative Merkmale

Alle Läusekraut-Arten sind Halbschmarotzer, die mit Saugorganen (Haustorien) den Wurzeln von Wirtspflanzen Wasser und Nährsalze entziehen. Die Pflanzen können deshalb auch auf trockenen Standorten gedeihen, obwohl sie selbst keinen Verdunstungsschutz entwickelt haben. Einmal abgepflückt, verwelken Läusekräuter schnell. Läusekraut-Arten wachsen als ausdauernde oder einjährige, selten zweijährige krautige Pflanzen.

Die Laubblätter sind wechselständig, gegenständig oder in Wirteln am Stängel verteilt angeordnet. Die unteren Laubblätter sind meist lang gestielt und die oberen sind oft mehr oder weniger ungestielt. Die Blattspreiten sind meist fiederspaltig oder fiederteilig, selten einfach mit glattem oder gezähntem Rand.
Generative Merkmale

Es ist ein endständiger Blütenstand vorhanden oder die Blüten stehen in den Blattachseln. Die Tragblätter sind meist laubblattähnlich. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen; der Kelch ist oft mehr oder weniger zweilippig und meist tief in selten zwei- bis meist fünf Kelchzähne gespalten. Die purpurfarbenen, roten, gelben oder weißen Kronblätter sind verwachsen; die Krone ist stark zweilippig. Bei den meisten Arten sind die Blütenkronen leicht schraubig und etwas zur Seite aus der Mittellinie verdreht, und zwar von vorn betrachtet nach links. Die Oberlippe umhüllt kapuzenartig die Staubbeutel, ist seitlich zusammengedrückt, gerundet oder gestutzt und endet in Zähnen oder einem Schnabel. Die drei Kronlappen der Unterlippe sind meist ausgebreitet und im Knospenstadium außerhalb der Oberlippe. Es sind vier Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind kahl oder flaumig behaart und die Staubbeutel können eine Stachelspitze besitzen. Die Narben sind kopfig.

Die loculicidalen Kapselfrüchte können etwas zusammengedrückt wirken und enthalten viele Samen. Die Samen besitzen eine netzartige oder gerippte Oberfläche.

Alpine Läusekraut-Arten sind völlig an Hummeln als Bestäuber angepasst.


Giftigkeit

Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana lutea

Langähriges Läusekraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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