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Rosarotes Läusekraut

Pedicularis rosea

Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen. Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSamen
GiftstoffeIridoidglykoside

Folgesymptome

Durchfall, Koliken, Blut im Urin (Hämurie), Blutungsneigung, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, viel warmen Tee trinken, Himbeersaft trinken

Standort

Grasige, kalkhaltige Hänge und auf Schutt.

Verbreitung & Vorkommen

Südwestalpen bis Pyrenäen und östlicher.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Aucubin ist ein häufiger sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Es ist ein Glykosid des Aglykons Aucubigenin mit einer Einheit Glucose. Wie andere Monoterpene wird das Aglykon aus zwei Isopreneinheiten mit je fünf Kohlenstoffatomen in der Pflanze synthetisiert. Im Gegensatz zu dem C10-Grundkörper der Iridoide besitzt das Aucubingrundgerüst nur neun Kohlenstoffatome, da eine Methylgruppe während der Biosynthese zur Carbonsäuregruppe oxidiert und dann als Kohlenstoffdioxid abgespaltet wird.

Aus derselben Gattung (Pedicularis)

Alle Pflanzen der Gattung Pedicularis

Aus derselben Familie (Sommerwurzgewächse)

Alle Pflanzen der Familie Sommerwurzgewächse