Fleischrotes Läusekraut - Pedicularis rostratospicata

Familie: Orobanchaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Halbschmarotzer Alpenpflanze Giftpflanze

<b>Fleischrotes Läusekraut - <i>Pedicularis rostratospicata</i></b>
Fleischrotes Läusekraut - Pedicularis rostratospicata
Bildquelle: Wikipedia User Meneerke bloem; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_rostratospicata_003.jpg


Pedicularis: lat. pediculus = Laus (Mittel gegen Läuse); "Läu­se­kraut"

andere Namen: Ähren-Läusekraut

Läusekräuter sind so genannte Halbschmarotzer. Vollschmarotzer wie die Sommerwurz beziehen Wasser und sämtliche Nährstoffe aus den Wurzeln benachbarter sogenannter Wirtspflanzen. Halbschmarotzer betreiben eigenständig Fotosynthese, gewinnen also mittels Blattgrün (Chlorophyll) aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker. Halbschmarotzer haben deshalb immer auch grüne Blätter, während Vollschmarotzer ohne Blattgrün auskommen.

Fleischrotes Läusekraut - Pedicularis rostratospicata; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Rotatebot">Wikipedia User Rotatebot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Fleischrotes Läusekraut - Pedicularis rostratospicata; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User HermannSchachner">Wikipedia User HermannSchachner</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Vegetative Merkmale

Das Ähren-Läusekraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 18 bis 40 Zentimeter. Am aufrechten, behaarten Stängel sind mehrere Blätter vorhanden. Die gefiederten Laubblätter besitzen gesägte Fiedern.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Der ährenförmige, traubige Blütenstand ist viel länger als breit und enthält 8 bis 15 Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die fleischrosa- bis purpurfarbenen Krone ist 11 ubis 16 Millimeter lang und ist zweilippig. Die Oberlippe ist lang geschnäbelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

Als Standort werden Kalkmagerrasen, Rostseggenrasen und steinige Weiden auf frischen, kalkreichen, humosen, steinigen Lehmböden bevorzugt. Sie ist eine Charakterart des Verbands Caricion ferrugineae.

Verbreitung/Vorkommen

Sie kommt vor in den Alpen von Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien. Seealpen bis Karawanken.

Giftigkeit

Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig.
Broncho-Entoxin® NMatrix-Entoxin®Magen-Darm-Entoxin® NErkältungs-Entoxin®

Fleischrotes Läusekraut - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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