Knolliges Läusekraut - Pedicularis tuberosa

Familie: Orobanchaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze Giftpflanze

<b>Knolliges Läusekraut - <i>Pedicularis tuberosa</i></b>
Knolliges Läusekraut - Pedicularis tuberosa
Bildquelle: Wikipedia User Biopics; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_tuberosa_(flowers).jpg


Pedicularis: lat. pediculus = Laus (Mittel gegen Läuse); "Läu­se­kraut"
tuberosus: knollig

Läusekräuter sind so genannte Halbschmarotzer. Vollschmarotzer wie die Sommerwurz beziehen Wasser und sämtliche Nährstoffe aus den Wurzeln benachbarter sogenannter Wirtspflanzen. Halbschmarotzer betreiben eigenständig Fotosynthese, gewinnen also mittels Blattgrün (Chlorophyll) aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Sauerstoff und Zucker. Halbschmarotzer haben deshalb immer auch grüne Blätter, während Vollschmarotzer ohne Blattgrün auskommen.

Knolliges Läusekraut - Pedicularis tuberosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Atlas der Alpenflora. Anton Hartinger 1882">Atlas der Alpenflora. Anton Hartinger 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Knolliges Läusekraut - Pedicularis tuberosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_tuberosa_01.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_tuberosa_01.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pedicularis_tuberosa_01.JPG</a>



Standort

trockene, pH-neutrale Wiesen und Weiden

Verbreitung/Vorkommen

Zentralalpen, Südalpen, in den Nordalpen selten, Pyrenäen

Giftigkeit

Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen. Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Aucubin ist ein häufiger sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Es ist ein Glykosid des Aglykons Aucubigenin mit einer Einheit Glucose. Wie andere Monoterpene wird das Aglykon aus zwei Isopreneinheiten mit je fünf Kohlenstoffatomen in der Pflanze synthetisiert. Im Gegensatz zu dem C10-Grundkörper der Iridoide besitzt das Aucubingrundgerüst nur neun Kohlenstoffatome, da eine Methylgruppe während der Biosynthese zur Carbonsäuregruppe oxidiert und dann als Kohlenstoffdioxid abgespaltet wird.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosmarinus officinalis - RosmarinDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - EsskastanieDr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - Heckenrose

Knolliges Läusekraut - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral; sauer;
Boden Feuchte: trocken;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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