Hirschwurz - Peucedanum cervaria

Familie: Doldenblütler

Kategorie: Staude  

Hirschwurz Info

Peucedanum: gr. Pflanzenname einer bitteren Doldenpflanze (peu­ke­danon); "Meisterwurz"

andere Namen: Hirschwurz-Haarstrang, Hirsch-Haarstrang

Die Art ist eine mehrjährige krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Sie wird bis 1,5 m hoch und ist mehr oder weniger verzweigt. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und leicht blaugrün überlaufen. Die Fiederäste wie die Fiedern gehen in einem spitzen Winkel ab und liegen mehr oder weniger in einer Ebene. Die Fiederabschnitte stehen recht locker, sind eiförmig, scharf gesägt und besitzen gelbbraune Grannenspitzen. Die Dolde ist mit zahlreichen Hochblättern versehen, welche zurückgeschlagen sind. Die Döldchenstiele sind kurz behaart. Die Blüten sind weiß. Die Frucht ist oval, etwa 4 bis 6 mm lang und 3 bis 4 mm breit und besitzt schmale Randrippen.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 22.


Standort

Peucedanum cervaria wächst einzeln oder in lockeren Gruppen in Staudenfluren an lichtreichen, kalkreichen, trockenen Stellen, oft auch auf skelettreichen, scherbigen rohen Böden. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Geranio-Peucedanetumcervariae aus dem Geranion sanguinei-Verband. Gelegentlich kommt er auch in Halbtrockenrasen oder in lichten Eichen-Niederwäldern vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Hirschwurz-Haarstrang kommt in Europa, südwärts bis Nordspanien, Italien und der Balkan-Halbinsel vor. Ostwärts bis Mittelrussland, nordwärts bis etwa Oder und Weichsel. Er ist ein submediterran-schwach-kontinentales Florenelement.

Peucedanum cervaria ist in Deutschland vor allem in der Mitte und im Süden des Gebiets zu finden. Dort kommt er zerstreut bis verbreitet vor.

Die Hirschwurz tritt in allen Bundesländern außer in Osttirol in der collinen bis montanen Höhenstufe häufig bis selten in geeigneten Habitaten auf. Im Rheintal und im nördlichen Alpenvorland gilt die Art als gefährdet.

Hirschwurz Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 50cm bis 1,5m
Blütezeit von Juli bis September
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; Halbmagerrasen; Staudenfluren, mont. und alp. Hochstaudenfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Doppeldolde zusammengesetzte Dolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: doppelt gesägt, schrotsägeförmig; gesägt;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 900m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; Silikatboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; mild;
Bodenfeuchte: mäßig trocken;

Hirschwurz Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Umbelliflorae - Doldenblütige
Ordnung:
Apiales - Doldenblütlerartige (Araliales)
Familie:
Apiaceae
Gattung:
Peucedanum
Art:
cervaria

Hirschwurz Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; Silikatboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;
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Viscum-Entoxin® NBroncho-Entoxin® NFella-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie V (Arten der Vorwarnliste)


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