Zirbel-Kiefer - Pinus cembra Nana

Familie: Pináceae - Kieferngewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Energiepflanze Nadelbaum winterhart immergrün Baustoff Strauch Alpenpflanze

<b>Zirbel-Kiefer - <i>Pinus cembra</i></b>
Zirbel-Kiefer - Pinus cembra
Bildquelle: Wikipedia User MPF; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Pinus: lat. Pflanzenname der Pinie; "Kiefer"

andere Namen: Arve, Zirbe

Die im Zwischenhirn des Menschen befindliche Zirbeldrüse (Corpus pineale) trägt ihren Namen, da sie in ihrer Form an den Zirbelkiefernzapfen erinnert.
Zirbelkiefern können bis zu 1000 Jahre alt werden.


Zirbel-Kiefer - Pinus cembra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tigerente">Wikipedia User Tigerente</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Zirbel-Kiefer - Pinus cembra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Spartanbu">Wikipedia User Spartanbu</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_auf_Felsen.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_auf_Felsen.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_auf_Felsen.jpg</a>Zirbel-Kiefer - Pinus cembra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_leaves.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_leaves.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra_leaves.jpg</a>Zirbel-Kiefer - Pinus cembra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nova">Wikipedia User Nova</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_cembra.jpg</a>

Die Zirbelkiefer (Pinus cembra) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).

Die Zirbelkiefer ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern erreicht. Sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden und der Stammdurchmesser solch alter Bäume beträgt 1 bis 1,7 Meter. Junge Bäume sind anfangs kegelförmig mit einem auffallend dichten Nadelkleid. Die Äste reichen fast bis zum Boden. Später nehmen die Bäume eine abgerundete, breite Form an. Bei freistehenden Bäumen reichen die Äste auch im hohen Alter noch bis zum Boden herab.

Die Borke ist von grau bis silbrig rotbrauner Farbe und weist die für Kiefern typischen Längsrisse auf. Die Rinde der Äste ist dagegen von graugrüner bis hellgrauer Farbe. Die 5 bis 12 cm langen Nadeln stehen zu fünft an Kurztrieben und sind sehr weich und biegsam.

Die Zirbe ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, wobei die Blüten nur im oberen Kronenbereich angesetzt werden. Die männlichen Zapfen stehen zu mehreren dicht gedrängt an der Basis der jüngsten Langtriebe. Diese sind rotbraun, später gelb und bis zu zwei Zentimeter lang. Die weiblichen Zapfen sind blauviolett und stehen zu mehreren an den Spitzen der Langtriebe.

Die Samen reifen im zweiten Jahr von September bis Oktober. Im Freistand wird die Blühfähigkeit mit 50 Jahren erreicht, im Bestand noch später. Die eiförmigen, aufrecht stehenden Zapfen sind 5 bis 13 cm lang und 4 bis 8 cm breit. Sie sind unreif von violetter Farbe. Mit zunehmender Reife wandelt sich ihr Farbton in ein Braun um. Die reifen Zapfen enthalten ungeflügelte, etwa 1 cm große, nussartige Samen mit harter Schale.

Die Zirbelkiefer ist sehr gut an kalte Winter angepasst und verträgt Temperaturen bis -50 °C. Sie ist außerdem weitgehend resistent gegen den Pilz Strobenrost (Cronartium ribicola), der beispielsweise die nahe verwandte Weymouths-Kiefer stark gefährdet.



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Standort

Die Zirbelkiefer bildet Reinbestände oder ist mit der Europäischen Lärche (Larix decidua) im Vaccinio-Pinetum cembrae vergesellschaftet und bildet mit ihr die Lärchen-Arvenwälder der oberen subalpinen Stufe.
Temperatur und Niederschlag

Die Zirbelkiefer kommt in Höhenlagen von 1.300 Meter bis 2.850 Meter vor, bevorzugt zwischen 1.500 und 2.000 Meter. Sie ist eine Baumart des strengen kontinentalen Klimas. Sie gilt als die frosthärteste Baumart der Alpen – Temperaturen von bis zu ?43 °C werden unbeschadet überstanden – und ist einigermaßen unempfindlich gegenüber Spätfrost.

Im inneralpinen Bereich, wo die Jahresniederschläge zwischen 700 und 1.000 mm liegen, wächst die Zirbelkiefer hauptsächlich auf den feuchteren Nord- und Westhängen. In der Alpennordkette wächst sie hauptsächlich auf den wärmeren Süd- und Südosthängen.
Boden

Die Art bevorzugt frische und tiefgründige Böden sowie versauerte Rohhumusböden. Sie wächst meist auf Granit, Gneis, Schiefer, Sandstein oder Kalkgestein. Sie stellt nur geringe Ansprüche an den Nährstoffgehalt und pH-Wert des Bodens. Für die Keimlinge ist eine Versorgung mit Kalium wichtig.
Zeigerwerte

Nach Ellenberg ist sie im Jugendstadium eine Halbschattenpflanze, ein Frischezeiger, auf stickstoffarmen Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Arvenwälder und Gebirgs-Zwergstrauchheiden (Rhododendro-Vaccinienion). Sie ist die Schlussbaumart des hochsubalpinen Waldes (Larici-Pinetum cembrae).

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Zirbelkiefer ist zweigeteilt:

Das größere Teilareal liegt im Alpenraum mit einem Schwerpunkt in den kontinentalen Zentralalpen. Die Westgrenze bilden die Seealpen und die Dauphiné in Frankreich, während die Ostgrenze am Gamsstein in den Ybbstaler Alpen liegt. Südlich kommt sie bis zum Monte Baldo und dem Monte Viso vor. Nordwärts gibt es einzelne Vorkommen in den nördlichen Kalkalpen vom Genfersee, in den Stubaier und Tuxer Alpen, im Karwendel bis zum Salzkammergut und in den Bayerischen und den Berchtesgadener Alpen. Im Allgäu kommt die Art nicht vor. Als höchstgelegener, geschlossener Zirbelkieferwald in Europa gilt der Wald von Tamangur im Schweizerischen Unterengadin.

Das zweite und kleinere Teilareal befindet sich in der Hohen Tatra und in den Süd- und Ostkarpaten.

Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes findet man die Art vor allem in Parks und Arboreten.

Verwendung in der Küche

Die wohlschmeckenden Samen, die 70% Fette und 20% Eiweiß enthalten, wurden früher im Alpenraum als Nahrungsmittel verwendet und werden heute noch in Russland (hier die ähnlichen „Zedernüsse“ der Sibirischen Zirbelkiefer) in großen Mengen gehandelt. Im Unterschied zu den sehr ähnlich aussehenden Pinienkernen sind sie meist nicht ganz so länglich in der Form und etwas feuchter in der Konsistenz. Auch ist der Geschmack weniger harzig und erinnert mehr an Walnüsse.

Eine Spezialität ist der Zirbengeist, bei dem drei bis vier Zirbenzapfen pro Liter Schnaps mehrere Wochen eingelegt werden, bis der Extrakt eine dunkelbraun-rötliche Farbe angenommen hat.


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Zirbel-Kiefer - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: feucht; frisch; mäßig trocken; trocken; wechselfeucht; wechseltrocken;

Verwendung als Baustoff

Das Holz der Zirbelkiefer wird vor allem wegen der lebhaften Zeichnung im Innenausbau für Täfelungen sowie als Möbelholz für Bauernküchen und Schlafzimmer genutzt.

Weiters nutzt man es für Schindeln und für Schnitzarbeiten; so werden seit dem 17. Jahrhundert die meisten Grödner Holzschnitzereien aus Zirbenholz geschnitzt.

Im alpinen Gelände wurden auch Almhütten daraus gezimmert.

In der Schweiz werden Arvenkissen hergestellt mit speziell gehobelten Spänen des Arvenholzes als Füllmaterial.

Literatur




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Kochen mit Wildpflanzen: Meine Lieblingsrezepte mit den 100 häufigsten Wildkräutern und Wildpflanzen


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