Alpen-Rispengras - Poa alpina

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Futterpflanze Alpenpflanze Süßgräser

<b>Alpen-Rispengras - <i>Poa alpina</i></b>
Alpen-Rispengras - Poa alpina
Bildquelle: Wikipedia User Selso; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_a2.jpg


Poa: gr. poa = Kraut, Futtergras; "Rispengras"
alpinus: alpin

andere Namen: Syn. : Poa alpina var. vivipara L., Poa alpina subsp. vivipara (L.) Arcang., Poa vivipara (L.) Willd., Poa pratensis var. alpina (L.) Huds.


Alpen-Rispengras - Poa alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tigerente">Wikipedia User Tigerente</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_Hintereggeralm.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_Hintereggeralm.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_Hintereggeralm.jpg</a>Alpen-Rispengras - Poa alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User SteinsplitterBot">Wikipedia User SteinsplitterBot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_(3987334209).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_(3987334209).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_alpina_(3987334209).jpg</a>Alpen-Rispengras - Poa alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Das Alpen-Rispengras ist arktisch-alpin zirkumpolar verbreitet und kommt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor. Südwärts kommt es in Nordamerika bis zum mexikanischen Bundesstaat Veracruz vor, in Nordafrika bis Marokko. Die Hauptverbreitung liegt in der subalpinen und alpinen Höhenstufe. In den Allgäuer Alpen steigt es am Gipfel des Biberkopfs bis in eine Höhenlage von 2600 Meter auf. In den Niederungen tritt es hauptsächlich nur als Schwemmling auf.

In Deutschland reicht die Verbreitung von den Alpen bis ins Bodenseegebiet, bis Landsberg und Augsburg. In Österreich ist es häufig und fehlt nur in Wien und im Burgenland.

Das Alpen-Rispengras wächst vor allem auf Fettweiden und Fettwiesen, auch in Lägerfluren und nährstoffreichen Schneeboden-Gesellschaften (Schneetälchen). Es wächst auf frischen, nährstoff- und basenreichen, humosen Lehm- und Tonböden. Es ist eine Verbandscharakterart des Poion alpinae, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Rumicion alpini oder Polygono-Trisetion vor.

Das Alpen-Rispengras ist sehr formenreich.

Das Alpen-Rispengras ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 30 Zentimetern. Die Halme sind aufrecht oder gekniet-aufsteigend, ihre Oberfläche glatt und kahl. Die Halme besitzen zwei bis vier Knoten, die ebenfalls kahl sind.

Die Laubblätter sind grün bis graugrün und besitzen nur einen sehr schmalen hellen Knorpelrand. Sie sind flach und 4 bis 10 Zentimeter lang. Das Blatthäutchen der Grundblätter ist fehlend bis fast fehlend (dann gestutzt), das der Stängelblätter ist 3 bis 5 Millimeter lang und zerschlitzt, nicht spitz.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der rispige Blütenstand ist pyramidenförmig, die unteren Äste stehen während der Anthese weit ab. Die Ährchen sind meist violett überlaufen. Die Ährchen sind meist zu Brutknospen umgebildet, diese Art ist pseudovivipar.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, 28, 30-34, 33-46-74 bis 74.

Ökologie

Beim Alpen-Rispengras handelt es sich um einen Hemikryptophyten.

Die Hauptausbreitung erfolgt durch Bulbillen. Daneben erfolgt Schwerkraftausbreitung dadurch, dass sich nasse Halme herabneigen und sich die Brutpflänzchen bewurzeln. Auch Klebausbreitung der außen mit Klebzotten besetzten Spelzfrüchte ist möglich, daneben erfolgt noch Klettausbreitung durch Schafe und Windausbreitung als Schneeläufer.

Durch maßvolles Düngen mit verrottetem Mist kann das Alpen-Rispengras gefördert und durch häufiges Güllen verdrängt werden.[4


Standort

Das Alpen-Rispengras ist arktisch-alpin zirkumpolar verbreitet und kommt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor. Südwärts kommt es in Nordamerika bis zum mexikanischen Bundesstaat Veracruz vor, in Nordafrika bis Marokko. Die Hauptverbreitung liegt in der subalpinen und alpinen Höhenstufe. In den Allgäuer Alpen steigt es am Gipfel des Biberkopfs bis in eine Höhenlage von 2600 Meter auf. In den Niederungen tritt es hauptsächlich nur als Schwemmling auf.

In Deutschland reicht die Verbreitung von den Alpen bis ins Bodenseegebiet, bis Landsberg und Augsburg. In Österreich ist es häufig und fehlt nur in Wien und im Burgenland.

Verbreitung/Vorkommen

Das Alpen-Rispengras wächst vor allem auf Fettweiden und Fettwiesen, auch in Lägerfluren und nährstoffreichen Schneeboden-Gesellschaften (Schneetälchen). Es wächst auf frischen, nährstoff- und basenreichen, humosen Lehm- und Tonböden. Es ist eine Verbandscharakterart des Poion alpinae, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Rumicion alpini oder Polygono-Trisetion vor.
Matrix-Entoxin®Neolin-Entoxin®
Ekzem-Entoxin® NAdenolin-Entoxin® NN

Alpen-Rispengras - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

Das Alpen-Rispengras ist ein gutes Futtergras. Seltener wird es als Zierpflanze in Steingärten kultiviert.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz