Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Alpen-Kuhschelle - <i>Pulsatilla alpina</i></b>
Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina
Bildquelle: Wikipedia User Adrian198cm; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Pulsatilla: lat. pulsare = schlagen, läuten (Blütenform); "Kü­chen­schel­le"
alpinus: alpin

andere Namen: Bärenplumpen (Graubünden bei Rheinwald), Barentatze (Kärnten), Bergmännli (Bern), graues Bergmännle, Bertram (Bayern, Pinzgau), Bitzwurz, Bocksbart (Graubünden), Brockenblume (Harz), Fotzabäsa (St. Gallen in Obertoggenburg), Graumannle (Schweiz), Haarige Mann (Bern), Haarmanteli (Berner Oberland), Kuhschelle (Graubünden), Petersbart (Bayern), Rugerl (Tirol, Pinzgau), Ruggei (Tirol, Pinzgau), Ruggeiblüh (Tirol, Pinzgau), Schaudermann (St. Gallen bei Sargans), Schneeblumen (Schweiz, Schlesien), Schneehändel, Schneehonden (Schlesien), Schneerosen (Kärnten), weiße Schotenblume, Sidahuat (St. Gallen im Oberrheintal), Teufelsbart (Algän, Schlesien), Wildmannskraut


Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Atlas der Alpenflora. Anton Hartinger 1882">Atlas der Alpenflora. Anton Hartinger 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bartiebert">Wikipedia User Bartiebert</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina-0201.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina-0201.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina-0201.JPG</a>Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Syrio">Wikipedia User Syrio</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_apiifolia_01.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_apiifolia_01.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_apiifolia_01.jpg</a>Alpen-Kuhschelle - Pulsatilla alpina; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_fruit_edit2.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_fruit_edit2.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulsatilla_alpina_fruit_edit2.JPG</a>

Die Alpen-Kuhschelle oder Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina, Syn.: Anemone alpina L.), auch Alpen-Anemone, ist eine Pflanzenart, die der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und der Gattung der Kuhschellen (Pulsatilla) angehört.

Auf die haarigen Fruchtköpfchen beziehen sich originelle Volksnamen: Petersbart, Teufelsbart, Haarige Männle, Wilde Männle, Grantiger Jager, Tschawau (Obersteiermark), Strublbuabn, Bocksbart, Hexenbesen.

Die Alpen-Kuhschelle ist eine dicht behaarte, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Grundblätter sind am Beginn der Blütezeit noch wenig entwickelt, später sind diese langgestielt und doppelt 3teilig. In der oberen Stängelhälfte zeigen sich 3 hochblattartige Stängelblätter. Diese sind am Grund nicht verwachsen.

Die Blütezeit der einzelnen, endständigen Blüten erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Blüten haben bei der Großen Alpen-Kuhschelle (P. alpina subsp. alpina) und der Gelben Alpen-Kuhschelle (P. alpina subsp. apiifolia) 4 bis 6 cm Durchmesser, bei der Kleinen Alpen-Kuhschelle (P. alpina subsp. alba) sind sie nur 2 bis 4 cm breit. Die Blütenhülle besteht meist aus sechs ovalen, weißen oder gelben Blütenhüllblättern, die außen oft blau überlaufen sind.

Da sich die fedrig-behaarten Griffel im Zuge der Fruchtreife auf bis zu 5 cm verlängern, zeigt der Fruchtstand der Pflanze ein auffallend haarschopfartiges Erscheinungsbild – in der Schweiz „Haarmannli“ genannt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16 für die Unterarten subsp. alpina, subsp. austriaca und subsp. apiifolia.


Standort

Als Standort werden magere Weiden und steinige Rasen bevorzugt. Die Große Alpen-Kuhschelle kommt auf kalkigem Untergrund vor, während die Kleine Alpen-Kuhschelle und die Gelbe Alpen-Kuhschelle kalkarme Böden bevorzugen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Alpen-Kuhschelle ist in den Alpen und im Jura in Höhenlagen zwischen 1200 und 2700 Meter über dem Meeresspiegel beheimatet.

Giftigkeit

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt. Es wandelt sich beim Trocknen in das weniger giftige Anemonin um. Die Wiesen-Kuhschelle enthält außerdem Saponine, Harze und Gerbstoffe.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - Preiselbeere

Alpen-Kuhschelle - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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