Gelbe Alpen-Küchenschelle - Pulsatilla alpina subsp. apiifolia

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Gelbe Alpen-Küchenschelle - <i>Pulsatilla alpina subsp. apiifolia</i></b>
Gelbe Alpen-Küchenschelle - Pulsatilla alpina subsp. apiifolia
Bildquelle: Wikipedia User Widewitt; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Pulsatilla: lat. pulsare = schlagen, läuten (Blütenform); "Kü­chen­schel­le"


Gelbe Alpen-Küchenschelle - Pulsatilla alpina subsp. apiifolia; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Amada44">Wikipedia User Amada44</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Gelbe Alpen-Kuhschelle ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Unterirdische Ausläufer fehlen. Die Pflanze überwintert mit Rhizomen, je Rhizomkopf bildet sie ein grundständiges Laubblatt. Die Grundblätter sind zur Blütezeit kaum entwickelt, jedoch im Anschluss daran gestielt und dreiteilig mit ebenfalls gestielten und dreiteiligen Teilblättern sowie fiederteiligen Abschnitten mit zugespitzten Zipfeln. Im oberen Bereich des Stängels sind drei hochblattartige, den Grundblättern ähnliche Stängelblätter vorhanden. In blühendem Zustand erreicht die Pflanze eine Wuchshöhe von 20 bis 45 cm, fruchtend 40 bis 50 (70) cm.

Die endständigen, radiärsymmetrischen, zwittrigen Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 6 cm. Im Gegensatz zu den anderen Unterarten ist das meist mit sechs Perigonblättern ausgestattete Perigon innen und außen schwefelgelb. Die Blüten sind außen oft bläulich oder violett überlaufen sowie behaart. Blütezeit ist von Mai bis August.


Standort

Die Pflanze wächst in der obermontanen bis subalpinen Höhenstufe in kalkarmen, bodensauren Magerrasen, besonders in Krumm-Seggenrasen und Bürstlingsrasen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Gelben Alpen-Kuhschelle kommt zerstreut bis selten in den Zentral- und Südalpen vor. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Allgäu, Schweiz, Dolomiten und Slowenien. Des Weiteren ist die Art in den Pyrenäen zu finden.

Giftigkeit

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Pflanzenextrakt: Darm aktiv - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum Lantana

Gelbe Alpen-Küchenschelle - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: mäßig frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Gelbe Alpen-Küchenschelle in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Pulsatilla lutea

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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