Bastard-Hahnenfuß - Ranunculus hybridus

Familie: Ranunculaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Bastard-Hahnenfuß - <i>Ranunculus hybridus</i></b>
Bastard-Hahnenfuß - Ranunculus hybridus
Bildquelle: Wikipedia User Sporti; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_hybridus_PID1610-1.jpg


Ranunculus: Deminutiv zu lat. rana = Frosch (Standort); "Hah­nen­fuß"
hybridus: gekreuzt, hybridisiert

andere Namen: Kamm-Hahnenfuß, Hahnenkamm-Hahnenfuß, Nierenblättriger Hahnenfuß


Bastard-Hahnenfuß - Ranunculus hybridus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tigerente">Wikipedia User Tigerente</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Bastard-Hahnenfuß - Ranunculus hybridus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Bastard-Hahnenfuß - Ranunculus hybridus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Cavarrone">Wikipedia User Cavarrone</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_hybridus_-_Foglia.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_hybridus_-_Foglia.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ranunculus_hybridus_-_Foglia.JPG</a>

Der Bastard-Hahnenfuß wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15, selten bis zu 20 Zentimetern. Die Stängel sind meist mehr oder weniger verzweigt.

Zur Blütezeit sind nur ein bis zwei, selten bis zu vier grundständige und am Stängel wechselständig angeordnete Laubblätter vorhanden. DieGrundblätter und die unteren derben, blaugrün bereiften Stängelblätter besitzen einen Blattstiel und eine nierenförmige Blattspreite, die ganzrandig und im oberen Teil unregelmäßig drei- bis fünflappig eingeschnitten, gekerbt oder gesägt ist. Die obersten Stängelblätter sind einfach und lanzettlich, die unteren tief zerteil. Alle Blätter sind blaugrün bereift.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten weisen einen Durchmesser von 1 bis 2 Zentimeter auf. Der Blütenboden ist kahl. Die fünf gelben Kronblätter sind mit einer Länge von bis zu 6 mm länger als die Kelchblätter.

In einer Sammelfrucht stehen nur wenige Nüsschen zusammen. Die kahlen, deutlich geaderten, fast kugeligen, 3,5 bis 4 mm langen Nüsschen besitzen einen kurzen, gebogenen Schnabel.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Der Bastard-Hahnenfuß ist giftig.


Standort

Diese kalkstete Art bevorzugt Fels, Schutt, steinige Rasen und Latschenhänge. Sie kommt in Höhenlagen zwischen 1300 und 3000 Meter in den obermontanen bis alpinen Höhenstufen vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Bastard-Hahnenfußes umfasst die nördlichen und südlichen Kalkalpen, nach Westen bis Tirol und Bergamasker Alpen. In Österreich ist diese Art zerstreut in den Bundesländern Nieder-, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol verbreitet.

Giftigkeit

Alle Ranunculus-Arten sind giftig (Protoanemonin). Aufgrund ihres beißenden Geschmacks werden sie vom Vieh gemieden. Die Giftstoffe werden jedoch durch Trocknen abgebaut, so dass Heu, welches getrockneten Hahnenfuß enthält, unschädlich ist. Abgemähte Stängel können bei Kontakt Hautreizungen hervorrufen (Wiesendermatitis). Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Rosmarinus officinalis - RosmarinDr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - Heidelbeere

Bastard-Hahnenfuß - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: frisch;

Bastard-Hahnenfuß in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Ranunculus

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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