Essigbaum - Rhus hirta

Familie: Anacarciáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Giftpflanze Teepflanze Laubbaum winterhart Neophyt

<b>Essigbaum - <i>Rhus hirta</i></b>
Essigbaum - Rhus hirta
Bildquelle: Wikipedia User Manfred Heyde; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

hirsutus: haarig

andere Namen: Rhus hirta, Hirschkolbensumach

Das als Indian Lemonade bezeichnete Erfrischungsgetränk wird aus Wasser und den Früchten des Essigbaums hergestellt und weist einen hohen Gehalt an Vitamin C auf.

Essigbaum - Rhus hirta; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Brosen">Wikipedia User Brosen</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Essigbaum - Rhus hirta; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Christer T Johansson">Wikipedia User Christer T Johansson</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_typhina-IMG_9187.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_typhina-IMG_9187.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_typhina-IMG_9187.jpg</a>Essigbaum - Rhus hirta; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2012">Bönisch 2012</a> - <b>All rights reserved</b>Essigbaum - Rhus hirta; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User IKAl">Wikipedia User IKAl</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_hirta_trunk.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_hirta_trunk.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhus_hirta_trunk.jpg</a>

Der Essigbaum (Rhus hirta, Synonym: Rhus typhina) ist ein sommergrüner Strauch. Er wurde um 1620 in Europa eingeführt und ist wegen seiner ausgeprägten Herbstfärbung ein weit verbreitetes Ziergehölz. Sein deutscher Name Hirschkolbensumach wie auch der englische Name staghorn sumach beruht auf dem kennzeichnenden Merkmal der Art: den kräftigen, braunen und filzig behaarten jungen Trieben, die an ein mit Bast bewachsenes Hirschgeweih erinnern.

Der Essigbaum wird meist drei bis fünf Meter hoch und kann in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet unter günstigen Bedingungen zu einem 12 Meter hohen, mehrstämmigen Baum werden. Meist wächst die Art strauchförmig mit breiten Kronen und kurzen, krummen Stämmen mit maximal 35 Zentimeter Stammdurchmesser (BHD). Auf nährstoffarmen, sandigen Böden können sie zahlreiche Jungtriebe aus flachwachsenden Wurzeln bilden, die sich zu kleinen Dickichten entwickeln. Die Borke älterer Stämme ist grau und rissig, die Rinde älterer Äste ist mit zahlreichen orange-braunen Korkporen (Lentizellen) besetzt.

Das Holz ist leicht, weich und spröde. Es hat einen beinahe weißen Splint und einen grün gestreiften, orangefarbenen Kern. Die Gefäße sind in Gruppen angeordnet und neigen zur Verthyllung.


Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Areal liegt im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas. Es erstreckt sich von Neu-Schottland und dem unteren Teil des Sankt-Lorenz-Stroms nach Westen bis nach Iowa und dem Huronsee, nach Süden entlang den Appalachen bis nach Georgia, Alabama, Mississippi und Florida. Als Ziergehölz für Gärten und Parks wird der Essigbaum besonders in Mittel- und Nordeuropa verwendet, und gilt in Deutschland als in Einbürgerung befindlicher Neophyt. Für Österreich lautet die Angabe selten und zerstreut verwildert.

Auf nährstoffreichen Böden an sonnigen Südhängen West Virginias, Tennessees und Kentuckys findet die Art optimale Wuchsbedingungen. Dort findet man sie einzeln, in kleinen Gruppen oder Dickichten im offenen Gelände. Als Unterholz in Wäldern kommt sie nicht vor. Sie stellt nur geringe Ansprüche an den Boden, wächst sowohl auf Kalk als auch auf Urgestein und wird auch als Erosionsschutz auf nährstoffarmen, trockenen Standorten verwendet. Gemieden werden nasse, saure und kalte Böden.

Heimat

Osten Nordamerikas

Verwendung in der Küche

Die Früchte werden zuweilen bei der Essigherstellung verwendet.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind giftig, wobei der Grad der Giftigkeit gering bzw. die Giftigkeit sogar fraglich ist. Die orale Aufnahme größerer Mengen führt zu Magen- und Darmbeschwerden, auf der Haut soll der Milchsaft zu Hautentzündungen führen, Spritzer in die Augen können Bindehautentzündungen auslösen.

Inhaltsstoffe

Die Hauptwirkstoffe sind Gerbstoffe, Ellagsäure und der stark saure Zellsaft. Urushiole wie im Giftsumach sind nicht nachweisbar

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Für einige Indianerstämme war die Art von medizinischer Bedeutung, die Wurzeln dienten als Mittel zur Blutstillung, die Früchte gegen Erkrankungen der Lunge, und der Tee aus der inneren Wurzelrinde gegen „innere Beschwerden“.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – EdeltanneDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - Heckenrose

Essigbaum - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden PH-Wert: basisch;
Boden Feuchte: feucht;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

Bedeutung hatte die Art als Quelle für Gerbstoff. Einen hohen Gehalt weisen vor allem die Wurzelrinde und die Fiederblättchen auf, wobei nur die Blätter genutzt werden. Sie enthalten vor dem Einsetzen der Herbstfärbung 27 bis 29 % Gerbstoff (bezogen auf das Trockengewicht), der sich gut zum Gerben von Leder eignet. In den USA und mehreren europäischen Ländern wurden besonders gerbstoffreiche Sorten (Spitzenwerte bis 42 %) angebaut. Dabei lagen die Erträge in Amerika bei etwa 140 Kilogramm je Hektar und Jahr, in Europa auch darüber. Sie liegen jedoch unter den Erträgen, die mit den Arten Rhus glabra und Rhus coppalina erzielt werden können. Zur Gerbstoffgewinnung wurde er in den USA, der ehemaligen Tschechoslowakei, in Russland, Ungarn und Deutschland angebaut. Heute gibt es noch Anbaugebiete in Pakistan.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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