Braunes Schnabelried - Rhynchospora fusca

Familie: Riedgrasgewächse

Kategorie: Sauergräser  

Braunes Schnabelried Info

Rhynchospora: gr. rhynchos = Schnabel, sporos = Keim (Früchte ge­schnä­belt); "Schnabelried"
fuscatus: gebräunt

Das Braune Schnabelried wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30, selten bis zu 45 Zentimetern. Sie bildet Ausläufer. Der aufrechte Stängel ist dreikantig und im oberen Bereich rau. Die Blattspreiten sind grasgrün, sehr schmal, schwach rau und mit einer deutlichen Rinne ausgestattet, in den Blattachseln sind nie Brutzwiebeln. Die Blattscheiden sind grasgrün.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Der Blütenstand besteht aus einer endständigen und ein oder zwei langgestreckten seitenständigen Spirren. Die Spirren werden meist von ein oder zwei Hüllblättern weit überragt. Die Ährchen sind dunkel- bis rotbraun. Es sind drei Staubblätter vorhanden.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.


Standort

Das Braune Schnabelried braucht schlammigen, sauren und mindestens zeitweise überfluteten oder sehr nassen Untergrund. Es gedeiht nur, wenn die Luftfeuchtigkeit im Jahreslauf immer hoch ist. Es gedeiht bei langer Schneebedeckung schlecht. Es ist eine Charakterart des Rhynchosporetum aus dem Verband Rhynchosporion.

Verbreitung/Vorkommen

Das Braune Schnabelried kommt in Europa und im östlichen Nordamerika von Kanada bis zu den Vereinigten Staaten vor. In Europa erstreckt sich das Areal nordwärts vereinzelt bis zum Polarkreis (vor allem im Ostseegebiet) und weiter vor allem bis in den subatlantischen Bereich; südwärts bis zu den Alpen, bis Oberitalien und nördlichen Spanien. In England, Schottland und Irland ist das Braune Schnabelried selten. In Deutschland kommt es vor allem in der Norddeutschen Tiefebene in der Pfalz und in der Oberpfalz vor.

Es besiedelt in Mitteleuropa Schlenken in Hochmooren und in Zwischenmooren, und zwar vorwiegend im nordwestlichen Teil des mitteleuropäischen Tieflandes und im Regenstau des Pfälzer Berglandes, des Südschwarzwaldes, des Alpenvorlandes und der Alpen. Im Nordwesten Mitteleuropas ist es selten, insgesamt ist es in Mitteleuropa sehr selten. Das Braune Schnabelried hat in Mitteleuropa im 20. Jahrhundert viele Standorte durch Meliorisation verloren.

Braunes Schnabelried Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 10cm bis 40cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: Gewässer, Feuchtgebiete;
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Bodenart: Schlammboden / Schlickboden;
PH-Wert Boden: sauer;

Braunes Schnabelried Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledoneae (Liliopsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Junciflorae (Júncidae) - Binsenähnliche
Ordnung:
Cyperales - Riedgrasartige
Familie:
Cyperaceae
Gattung:
Rhynchospora
Art:
fusca

Braunes Schnabelried Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: Schlammboden / Schlickboden;
Boden PH-Wert: sauer;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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