Felsen Johannisbeere - Ribes petraeum

Familie: Stachelbeergewächse

Kategorie: Beerenpflanze  Alpenpflanze  

Felsen Johannisbeere Info

Ribes: arab. Name für ein süßes Gelee, welches ursprünglich aus ei­ner Rhabarber­art hergestellt wurde. Im Mit­tel­alter auf die Johannis­beere über­tra­gen; "Jo­han­nisbeere" (Früchte sind zu Johannis, 24. Juni, reif)
petraeus: Felsen-

Die Felsen-Johannisbeere (Ribes petraeum) ist eine bis jetzt nicht gefährdete Pflanzenart aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), die in Mitteleuropa in erster Linie im Schwarzwald, in den Vogesen, Sudeten und in den Zentralalpen auf einem humosen Substrat in kalkarmem Gestein vorkommt. Das Verbreitungsgebiet reicht insgesamt aber bis Asien und Nordafrika

Das Gewächs ist ein sommergrüner Strauch, der bis 2,8 Meter Höhe erreichen kann. Von der nah verwandten Alpen-Johannisbeere unterscheidet er sich durch seine Blüten-Deckblätter, die kürzer als die Blütenstiele sind, durch die Kelchblätter, die oft noch an den reifen Beeren sitzen und mit etwa 0,1 bis 0,2 mm lange weiße Wimpern besetzt sind, sowie zur Fruchtzeit durch die hängenden Trauben. Eine Geschmacksprobe der Beeren ergibt ein äußerst saures Ergebnis. Der Blattstiel ist oft länger als das Blatt.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 16.


Standort

Die Pflanze bevorzugt in kalkarmen Gebirgen einen humosen Boden in Höhen von 800 bis etwa 2450 Metern. Allerdings trifft man die Felsen-Johannisbeere auch auf der kalkhaltigen Schwäbischen Alb und dem Schweizer Jura an. Doch auch im Mangfallgebirge in den Nördlichen Kalkalpen, sowie in der Nähe der Alpenvereinshütte Blecksteinhaus im Valepptal wurden ansehnliche Bestände kartiert. Der pH-Wert des dortigen Bodens beträgt 4,8 bis 5,5, also ein stark saurer Boden, der einen hohen Anteil an Humus aufweist.

Die Felsen-Johannisbeere kommt in alpinen Hochstaudenfluren, Bergmischwäldern und Gebüschen vor. In Bayern sind außerdem Bestände in Streifenfarn-Fichtenwäldern oder Block-Fichtenwäldern vorhanden.

Felsen Johannisbeere Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 1m bis 2m
Blütezeit von April bis Mai
Lebensraum: Mauern, Felsen, Felsspalten; Mittelgebirge; Staudenfluren, mont. und alp. Hochstaudenfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: doppelt gesägt, schrotsägeförmig; gesägt;
Verholzungsgrad: Stängel holzig
Fleischige Früchte: Beeren
Fruchtfarbe: rot;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: Holzgewächs;
Zeigerpflanze: kalkarmer Boden;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 700m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2500m
Lichtbedarf: Schatten;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
PH-Wert Boden: mäßig sauer;
Bodenfeuchte: frisch;

Felsen Johannisbeere Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Großulariales - Stachelbeerartige
Familie:
Grossulariaceae
Gattung:
Ribes
Art:
petraeum

Felsen Johannisbeere Garten / Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie R (extrem seltene Arten und Arten mit geographischen Restriktionen)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie R (Extrem selten)


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