Rauhblättrige Rose - Rosa jundzillii

Familie: Rosáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Duftpflanze Heckenpflanze winterhart Dornen-Stacheln Beerenpflanze Bienenblume Strauch Alpenpflanze

<b>Rauhblättrige Rose - <i>Rosa jundzillii</i></b>
Rauhblättrige Rose - Rosa jundzillii
Bildquelle: Wikipedia User Michael w; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosa_jundzillii.jpg


Rosa: lat. Pflanzenname nach gr. rhodon = Rose; "Rose"

Von allen Früchten enthalten die Hagebutten am meisten Vitamin C (1250 mg). Danach kommt die Sanddornbeere (200–800 mg) und die Schwarze Johannisbeere (189 mg) (je 100 g)

Die Raublättrige Rose ist ein aufrechter, sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 3,5 m erreicht, bogig überhängende und oft bereifte Zweige besitzt und manchmal Ausläufer bildet. Die gleichartigen, kräftigen, schlanken Stacheln sind nur leicht gebogen oder gerade. Ihre Ansatzfläche ist 4 bis 8 mm breit. Selten kommen auch nadelförmige Borsten vor.

Die Laubblätter sind fünf- bis siebenteilig gefiedert. Die großen, starren und meist elliptisch geformten Fiederblättchen sind 2 bis 4,5 cm lang und 1,3 bis 3 cm breit. Ihr Rand ist einfach scharf gesägt. Die Oberseite ist dunkelgrün, kahl sowie matt oder leicht glänzend, die Unterseite dagegen etwas behaart und mit einem stark ausgeprägten Adernetz versehen. Der mit Stieldrüsen bedeckte Blattstiel ist kurz behaart.

Die Blüten stehen einzeln oder zu zwei bis vier in doldigen Blütenständen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig und weisen einen Durchmesser von etwa 5 cm auf. Sie sind mit Stieldrüsen und Borsten besetzt. Die fünf Kelchblätter sind „im Anschluss an die Blüte“ zurückgeschlagen und fallen frühzeitig ab. Auf ihrem Rücken befinden sich viele Drüsen. Die äußeren Kelchblätter weisen lineallanzettliche, gezähnte oder gewimperte Federn auf. Die fünf Kronblätter sind rosarot oder dunkelrot gefärbt. Die weiten, etwa die Hälfte des Diskus einnehmenden Griffelkanäle sind mit breiten, wolligen, hutartigen Narbenköpfchen bedeckt. Blütezeit ist im Juni.

Die scharlachroten Hagebutten sind fast kugelig, ledrig und etwa 1,5 cm lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.


Standort

Diese Art wächst an trockenwarmen Standorten, Waldrändern, in Gebüschen und Hecken sowie an steinigen Hängen. Im Gebirge dringt sie bis in Höhenlagen von 1100 Meter vor. Es wird kalkhaltiger Untergrund bevorzugt.

Verbreitung/Vorkommen

Die Raublättrige Rose kommt in Mittel- und Südeuropa vor. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Süden Frankreichs über Jura und Alpen bis in die deutschen Mittelgebirge, daneben umfasst es die Karpaten sowie die Balkanhalbinsel.

Inhaltsstoffe

Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden, ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Alle Früchte der Gattung Rosa eignen sich zur Herstellung von Vitamin-C haltiger Marmelade bzw. Vitamin C-haltigen Tees.
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Rauhblättrige Rose - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

Es ist sehr schwer die viefältigen stark bastartisierenden Sippen der Gattung Rosa zu unterscheiden.
Die Raublättrige Rose ähnelt sehr stark einigen Kreuzungen aus der Essig-Rose (Rosa gallica) und der Hunds-Rose (Rosa canina), daher könnte es sich um einen Bastard handeln, der sich noch weiter nach Norden ausbreitete als die Essig-Rose.

Vermutlich handelt es sich bei der Raublättrige Rose um einen hochgradig polyphyletischen Komplex mit großer Variabilität in vielen Merkmalen. Taxonomisch ist der Status dieser Rosenart noch nicht geklärt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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