Griffel-Rose
Die Griffel-Rose ist ein aufrechter bis etwas kletternder Strauch mit überhängenden Ästen, der Wuchshöhen von bis 2 Metern erreicht. Seine Stacheln sind kräftig, hakig und an älteren Stämmen breit dreieckig. Die wechselständigen Laubblätter sind fünf- bis siebenzählig gefiedert und dunkelgrün glänzend. Die Blättchen sind eiförmig, lang und allmählich zugespitzt, einfach drüsenlos gezähnt, unterseits auf den Nerven locker, am Blattstiel flaumig behaart.
Die Blüten stehen fast nie einzeln sondern bis zu zwölft auf sehr langen, locker stieldrüsigen Blütenstielen. Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die äußeren Kelchblätter haben drüsig gezähnte Fiedern. Die fünf Kronblätter sind (fast) weiß oder hell-rosafarben. Der Diskus ist auffällig kegelig mit sehr engem Griffelkanal, die Griffel sind zu einer schmalen, keulenförmigen Säule verklebt, die kürzer ist als die Staubfäden.
Die Hagebutte ist meist länglich eiförmig, drüsenlos oder mit einzelnen Stieldrüsen versehen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 35 oder 42.
Verwendung in der Heilkunde
Es ist sehr schwer die viefältigen stark bastartisierenden Sippen der Gattung Rosa zu unterscheiden. Alle Früchte der Gattung Rosa eignen sich zur Herstellung von Vitamin-C haltiger Marmelade bzw. Vitamin C-haltigen Tees.
Standort
Sie besiedelt in Mitteleuropa lichte Trockenwälder und Trockengebüsche. Die Griffel-Rose braucht lockere, steinige Lehmböden.
Verbreitung & Vorkommen
Die Griffel-Rose ist ein subatlantisch-submediterranes Florenelement. Ihr Verbreitungsgebiet befindet sich hauptsächlich in Westeuropa und erstreckt sich von Irland bis nach Spanien, Frankreich ohne den Norden, die Ostgrenze ist der Oberrhein, der Schweizer Jura, der Genfer See und Savoyen. Vereinzelt findet man sie am Oberrhein (beispielsweise am Isteiner Klotz), am Rand des Schweizer Jura, am Genfer See und in der Umgebung von Thun und Bern. Außerdem kommt sie in Marokko, Algerien und Tunesien vor.
Inhaltsstoffe
Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden, ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2.
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