Die Zimt-Himbeere ist ein aufrechter, Ausläufer-treibender, sommergrüner Strauch mit bis zu 2 Meter langen Zweigen. Die Triebe haben keine Stachel und sind dicht mit roten Stieldrüsen besetzt. Die Zimt-Himbeere hat große, 15–25 (–30) cm breite, 3–5-lappige Blätter mit zugespitzten, ungleich gesägten Lappen und 4–5 Zentimeter große purpurrosa Blüten, die leicht duften. Die Kelchblätter sind dicht mit roten Drüsenhaaren besetzt. Die orangen, halbkugeligen Früchte sind in Europa selten entwickelt.
Die Früchte können zum Färben (purpurrot bis blau) verwendet werden.
Verwendung in der Heilkunde
Die essbaren Früchte (fader Geschmack) sind außer als Nahrungsmittel bei einigen Stämmen der nordamerikanischen Urbevölkerung (Cherokee, Irokesen) als Heilmittel gegen Husten, Durchfall und Geburtsschmerzen in Verwendung. Ein Extrakt der Blätter der Zimt-Himbeere wird bei den Irokesen gegen Nierenkrankheiten benützt. Die Wurzeln lindern Zahnschmerzen.
Die Zimt-Himbeere wird wegen ihrer großen Blätter und Blüten gerne als Bodendecker angepflanzt.
| Pflanzung | Apr |
Verbreitung & Vorkommen
Die Heimat der Zimt-Himbeere ist das östliche Nordamerika, von Neu-Schottland westlich bis Ontario und südlich bis Tennessee. In Europa wird sie seit dem 17. Jahrhundert als Zierstrauch kultiviert und ist hier stellenweise verwildert, insbesondere in Südostengland, zerstreut in Deutschland und Österreich (Graz).
In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Zimt-Himbeere in feuchten Dickichten und an Waldrändern.
Inhaltsstoffe
Die Brombeerblätter sind reich an Gerbstoffen, sie enthalten Flavone, Anthocyanidine, Spuren von ätherischem Öl und organische Substanzen. Die Früchte enthalten Vitamin A und C. Auch kleinere Mengen Ellagsäure sind in der Frucht enthalten.
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