Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius

Familie: Polygonáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Gewürzpflanze Wildgemüse Ackerwildkraut Alpenpflanze

<b>Stumpfblättriger Ampfer - <i>Rumex obtusifolius</i></b>
Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius
Bildquelle: Wikipedia User Wsiegmund; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_4223.JPG


Rumex: lat. Pflanzenname; "Ampfer"
obtusifolius: stumpfblättrig

andere Namen: Stumpfblatt-Ampfer, Grindkraut, Grind-Ampfer, Grindwurz(el), Halber Gaul, Halbe Gäckle, Halber Ampfer, Halbes Ross, Halbpferd, Pferdts- oder Pferdeampfer, Pferde-Melde, Ross-Mangold, Wilder Mangold, Wilder Tabak, Wilde Rhebarber, Rother Hederich, Blacke, Blackte, Popenpletsch, Dockenkraut, Docken-, Bocken-, Pocken- oder Rockenblätter, Roggenblatt, Krötenblätter, Ohmbletter, Butterblätter, Butterweckenkraut, Stripf, Stripf(en)-, Strupf(en)-, Streif- oder Streippertwurz(el), Struppsalat, Strupp-, Strupf-, Stripp- oder Schorflattich, Weyschwanz, Ochsenschwanz, Ochsenzunge, Kuhzunge, Zitterwurz, Paartenwurtz, Bardenwurzel, Lendenwurz, Memwelwurz, Mergelwurz, Mängelwurz, Bubenkraut oder Lendenkraut


Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sporti">Wikipedia User Sporti</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_PID1746-1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_PID1746-1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_PID1746-1.jpg</a>Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ixitixel">Wikipedia User Ixitixel</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_(Leaf_Front_and_Backside).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_(Leaf_Front_and_Backside).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_obtusifolius_(Leaf_Front_and_Backside).jpg</a>

Der Stumpfblättrige Ampfer ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit Pfahlwurzel und erreicht Wuchshöhen von bis zu 150 cm. Der glatte, nur wenig gerippte und von der Mitte an blattlose Stängel hat einen runden Querschnitt, ist hart und häufig rötlich überlaufen, so seltener auch die ganze Pflanze. Die Laubblätter sind elliptisch oder herzförmig und unbehaart, an den Ränder leicht gewellt. Die unteren bilden eine Rosette und werden über 25 cm lang, die obern sind insgesamt kleiner und haben einen kürzern Stiel. Die Keimblätter sind lanzettförmig und zwischen 20 mm und 25 mm lang.

Die Pflanze blüht von Juni bis September mit zahlreichen kleinen grünlichen Blüten, die in Scheinquirlen auf mehreren Rispen angeordnet sind und sich zum Ende der Blütezeit gegen rostrot verfärben. Männliche und weibliche Blüten sind durchmischt; sie bestehn aus sechs matt gelben Staubblättern beziehungsweise einem rötlischen Stempel, umgeben von je dreien innern und dreien äußern Kelchblättern. Der Pollen wird durch den Wind verbreitet. Nach etwa zwon Wochen beginnt die Ausbildung der zuletzt oft leuchtend roten Früchte, indem sich die innern Kelchblätter der weiblichen Blüten vergrößern und den wachsenden Fruchtknoten umschließen. Die inneren Zipfel der Fruchthülle sind dreieckig bis länglich und zumeist am Rand gezähnt.

Die generative Vermehrung erfolgt über Samen. Pro Pflanze werden etwa 7.000 Samen gebildet, die vom Winde getragen werden und auf dem Wasser schwimmen. Im Boden können sie etwa 40–50 Jahre überleben und keimfähig bleiben. Der Stumpfblättrige Ampfer ist ein Lichtkeimer.


Standort

Er findet sich auf Wiesen, Weiden, an Gräben, an Wegrändern, im Ödland und auf Ackerflächen, bevorzugt auf frischen humusreichen Lehm- und Tonböden. Die Pflanze liebt einen sehr nährstoffreichen Boden, so findet sie sich oft in der Nähe von Misthaufen.

Verbreitung/Vorkommen

Der Stumpfblättrige Ampfer ist in fast ganz Eurasien und Nordafrika heimisch und heut auch in andern Teilen der Welt verbreitet.

Verwendung in der Küche

Die frischen Blätter des Stumpfblättrigen Ampfers werden von Menschen gegessen, zum Beispiel als Mischsalatbestandteil, Spinat-Anteil, oder in Gemüsebrühe. Auch die getrockneten Samen werden als Gewürz verwendet.

Giftigkeit

Die Blätter haben einen relativ hohen Oxalsäureanteil, deshalb kann deren Verzehr bei Menschen und auch bei Kleintieren zu Unverträglichkeiten oder einem Mangel an Mineralstoffen, insbesondre Calcium, führen.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Pflanze wird auch in der Volksmedizin angewendet: Ein Sud aus den Wurzeln gegen Verstopfung und Hautleiden, die Samen bei Durchfall, Ekzemen und zur Blutreinigung; die Blätter sollen, auf Wunden aufgelegt, deren Heilung beschleunigen.

Stumpfblättriger Ampfer - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstiges

Als Futter dienen sie den Larven der Schmetterlingsarten Lycaena hyllus und Pyropteron siculum.

Der Stumpfblättrige Ampfer gilt als Unkraut vor allem im Grünland, da er als konkurrenzstarker Platzräuber andere Pflanzen verdrängt und aufgrund des Oxalsäuregehaltes nur von wenigen Tierarten gefressen wird. Auch im Ackerbau ist die Pflanze vor allem im Getreidebau ertragsschmälernd und wird häufig chemisch oder mechanisch bekämpft.

Literatur




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Preis: EUR 18,90

Bildquellenverzeichnis



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