Bruch-Weide - Salix fragilis

Familie: Weidengewächse

Kategorie: Energiepflanze  Laubbaum  Frühblüher  

Bruch-Weide Info

Salix: lat. Pflanzenname, evtl. abgeleitet. von kelt. sal = na­he, lis = Was­ser, Abl. nicht gesichert; "Weide"
fragilis: zerbrechlich

andere Namen: Knack-Weide

Ihre deutschen und botanischen Namen verdankt diese Art ihren dünnen Zweigen, die mit einem glatten Bruch und vernehmlichem Knacken an der Basis leicht brechen. Durch Hochwasser werden diese häufig abgerissen und wurzeln dann wieder, wenn sie andernorts ans Ufer geschwemmt werden, wo sie erneut Wurzeln austreiben.

Die Bruch-Weide ist ein Baum, der Wuchshöhen von bis zu 15 m erreicht und schon in der Jugend eine breite, gewölbte Krone besitzt. Die dunkelgraue Rinde ist anfangs schuppig, später tief gefurcht. Bis zum Erscheinen der Blätter und Blütenstände färben sich die Zweige im Frühjahr mehr und mehr rostbraun. Die länglich-zugespitzten Blätter erreichen eine Länge von 12 Zentimetern. Ihr Rand ist fein gesägt, die Oberseite glänzend hellgrün, die Unterseite blassgrau und bläulich bereift. Der Blattstiel ist 1–2 Zentimeter lang, am Übergang zum Blattgrund befinden sich zwei kleine Drüsenhöcker. Die Blüten der Bruch-Weide bilden sich von März bis April als Kätzchen aus; die männlichen werden 2–5 Zentimeter lang und sind von gelber Farbe, die grünlichen weiblichen erreichen eine Länge von 10 Zentimetern. Die Früchte des Baumes sind samenhaltige Kapseln mit wolliger Behaarung, die von Mai bis Juni ausreifen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76 oder 114.

Die Bruch-Weide ist ein Bodenfestiger mit intensivem Wurzelwerk.


Standort

Die Bruch-Weide wächst vornehmlich an Bachläufen. Hier stehen oft Ansammlungen von Knack-Weiden des gleichen Geschlechts, entstanden nach Bewurzelung der abgebrochenen Zweige eines umgestürzten Baumes oder von abgebrochenen Zweigen. Gerne wird sie auch als Parkbaum in Gewässernähe oder als Uferbefestiger gepflanzt. Die Bruchweide bevorzugt sickernasse, zeitweise überschwemmte, nährstoffreiche, basenreiche aber meist kalkarme KIes-, Sand oder Lehmböden. Sie ist eine Charakterart des Salicetum fragilis aus dem Verband Salicion albae, kommt aber auch im Stellario-Alnetum des Verbands Alno-Ulmion vor.

Verbreitung/Vorkommen

Ursprünglich stammt die Bruchweide aus Osteuropa und Russland; mittlerweile hat sie sich jedoch auch auf dem Rest des Kontinents ausgebreitet, wo sie bis zu einer Höhenlage von ca. 1.800 Metern gedeiht.

Sonstige Verwendung

Das weiche, leichte Holz der Bruch-Weide wird u. a. zur Herstellung von Prothesen und Holzschuhen verwendet.

Bruch-Weide Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 4m bis 15m
Blütezeit von März bis Mai
Lebensraum: Auen; Gewässer, Feuchtgebiete; Ufer, Dämme;
Blütenstand: Kätzchen / Zapfen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gezähnt;
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: Holzgewächs;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 800m
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: nass;

Bruch-Weide Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Cistiflorae - Cistusblütige
Ordnung:
Salicales - Weidenartige
Familie:
Salicaceae
Gattung:
Salix
Art:
fragilis

Bruch-Weide Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Uresin-Entoxin®Matrix-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
D.-B.-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz