Kahle Weide - Salix glabra

Familie: Weidengewächse - Salicaceae

Kategorie: Strauch  Alpenpflanze  Frühblüher  

Kahle Weide Info

Salix: lat. Pflanzenname, evtl. abgeleitet. von kelt. sal = na­he, lis = Was­ser, Abl. nicht gesichert; "Weide"
glaber: glatt, kahl, unbehaart

Die Kahle Weide ist ein Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 1,5 Metern erreicht. Alle Pflanzenteile sind kahl. Das nackte Holz zeigt kurze, zerstreute Striemen. Die Rinde der dicken Ästen und dicken Zweige ist kahl sowie rotbraun.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache, kahle Blattspreite ist bei einer Länge von 4 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 2,5 Zentimetern breit elliptisch oder eiförmig bis länglich mit stumpfem bis zugespitztem Ende, abgerundeter bis keilförmiger Basis und drüsig gesägtem Blattrand. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und stark glänzend, die -unterseite ist weißlich und hat einen dicken Wachsbelag. Die Blattadern treten deutlich hervor. Die Nebenblätter sind schwach entwickelt.

Die Kahle Weide blüht von Mai bis Juni kurz vor dem Blattaustrieb. Der kurze Blütenstandsschaft ist mit Blättern besetzt. Die kätzchenförmigen Blütenstände sind bei einer Länge von bis zu 7 Zentimetern elliptisch. Die Tragblätter männlicher Blüten sind einfarbig, bei weiblichen Blüten zweifarbig und an der Spitze bärtig und mit einer breiten Nektardrüse versehen. Männliche Blüten haben zwei an der Basis behaarte Staubblätter mit anfangs purpurroten sich später gelb verfärbenden Staubbeutel. Der Fruchtknoten weiblicher Blüten ist gestielt und kahl. Der verlängerte Griffel endet in einer kurzen und geteilten Narbe.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76 oder 114.


Standort

Die Kahle Weide wächst in Gebirgen in kühlfeuchten Wäldern auf schwach sauren bis alkalischen, humos- bis sandig-lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen, sommerkühlen und winterkalten Standorten und ist frosthart. Sie wächst gern auf Dolomit. Sie ist eine Charakterart des Salicetum glabrae aus dem Verband Salicion waldsteininanae. Das Verbreitungsgebiet wird der Winterhärtezone 4 zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von -34,4 bis -28,9 °C (-30 bis -20 °F).

Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Europa in Österreich, in Süddeutschland, in der östlichen Schweiz, in Slowenien, Kroatien, Bosnien und in Norditalien.

Kahle Weide Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar; rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 50cm bis 1m
Blütezeit von Mai bis Juni
Lebensraum: Gebirge; Gewässer, Feuchtgebiete; Staudenfluren, mont. und alp. Hochstaudenfluren; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Kätzchen / Zapfen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gesägt;
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: Holzgewächs;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1400m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2300m
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: feucht;

Kahle Weide Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: feucht;
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1Dr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Schweiz! Kategorie EN (Stark gefährdet)





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