Wiesen-Salbei - Salvia pratensis

Familie: Lamiáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Bienenblume mediterrane Pflanze Hummelblume Alpenpflanze

<b>Wiesen-Salbei - <i>Salvia pratensis</i></b>
Wiesen-Salbei - Salvia pratensis
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Salvia: lat. salvus = gesund, salvare = heilen (alte Heil­pflan­ze); "Sal­bei"
pratensis: auf Wiesen wachsend

Die Bestäubung erfolgt beim Wiesensalbei hauptsächlich durch Hummeln über den typischen Salbei-Mechanismus: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus (auch Schlagbaummechanismus genannt) aus, der den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Der Pollen wird dann von der Hummel zu anderen Blüten weiter getragen.

Wiesen-Salbei - Salvia pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Wiesen-Salbei - Salvia pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User SABENCIA Guillermo Cesar Ruiz">Wikipedia User SABENCIA Guillermo Cesar Ruiz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvia_pratensis._Salvia.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvia_pratensis._Salvia.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvia_pratensis._Salvia.jpg</a>Wiesen-Salbei - Salvia pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Llez">Wikipedia User Llez</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Wiesen-Salbei - Salvia pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Llez">Wikipedia User Llez</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Pflanze wird bis zu 60 cm groß und hat hell- bis mittelblaue Blüten. Die aufrechten Stängel sind vierkantig und haben grundständige Blätter. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein. Eine Salbeipflanze kann mehrere Jahre alt werden.

Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hummeln über den typischen Salbei-Mechanismus: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus (auch Schlagbaummechanismus genannt) aus, der den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Der Pollen wird dann von der Hummel zu anderen Blüten weiter getragen.

Die Art besitzt die Chromosomenzahl 2n = 18.

Ökologie

Der Wiesensalbei ist eine ausdauernde Halbrosettenpflanze und eine Lichtpflanze, die bei weniger als 20 % des normalen Lichtgenusses steril bleibt. Runzelblätter und ätherische Öle wirken transpirationshemmend. Die Pfahlwurzel reicht bis über 1 m Tiefe.

Die Blüten sind vormännliche „Eigentliche Lippenblumen“. Die Unterlippe dient als Sitz für die Bestäuber, die helmförmige Oberlippe verbirgt die 2 Staubblätter und den Griffel. Durch starkes Wachstum des Konnektivs, also des Staubbeutelzwischenstücks, sind die Staubbeutelhälften weit auseinandergerückt. Eines der beiden Konnektive ist zur „Platte“ umgewandelt und wirkt als Hebel. Wenn Insekten auf die den Schlund versperrende Platte drücken, wird der Hebelmechanismus ausgelöst, und der verlängerte Staubbeutelarm schlägt auf den Rücken des Insekts, wodurch der Pollen übertragen wird. Neben den zwittrigen kommen auch kleinere weibliche Blüten vor. Der Nektar ist nur langrüsseligen Insekten zugänglich; der Hebelmechanismus kann nur von Hummeln, seltener von anderen Bienen, betätigt werden. Durch die Bestäuber kann der Hebelmechanismus auch wiederholt ausgelöst werden. Es wird dabei aber jeweils nur eine Teilmenge des Pollens abgegeben; es ist eine Portionierung von ca. 12 Pollenportionen möglich. Neben der Bestäubung durch Insekten ist auch die Selbstbestäubung bedeutsam. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein.

Die Früchte sind Spaltfrüchte, die in 4 Klausen zerfallen. Sie wirken als Tier- und Windstreuer dazu auch als Klebhafter und Regenballist wegen der waagerecht abstehenden Kelche. Fruchtreife ist von Juli bis August.


Standort

Der Wiesensalbei liebt kalkhaltige, nährstoffreiche Böden in trockener, sonniger Lage und ist in weiten Teilen Europas meist bis in 1.600 m Höhe verbreitet. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern zwischen Schlappoltsee und Schlappoltalpe bis zu 1710 m Meereshöhe auf. In der nordöstlichen USA ist er eingebürgert.

Verbreitung/Vorkommen

Die Pflanze ist in weiten Teilen Europas bis in 1.600m Höhe verbreitet.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumDr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - Haselnuss

Wiesen-Salbei - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; mäßig nährstoffreich; nährstoffarm;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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