Schwimmfarn - Salvinia natans

Familie: Salviniaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Wasserpflanze

<b>Schwimmfarn - <i>Salvinia natans</i></b>
Schwimmfarn - Salvinia natans
Bildquelle: Wikipedia User Le.Loup.Gris; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_(leaves).jpg


Salvinia: n. d. ital. Botaniker A.M.Salvini (1633 - 1720); "Schwimm­farn"
natans: schwimmend


Schwimmfarn - Salvinia natans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Schwimmfarn - Salvinia natans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Czonek">Wikipedia User Czonek</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_01.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_01.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_01.JPG</a>Schwimmfarn - Salvinia natans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Kenraiz">Wikipedia User Kenraiz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_kz_spor.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_kz_spor.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_kz_spor.jpg</a>Schwimmfarn - Salvinia natans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Le.Loup.Gris">Wikipedia User Le.Loup.Gris</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_(habitus)_1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_(habitus)_1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salvinia_natans_(habitus)_1.jpg</a>

Die Art ist einjährig und schwimmt horizontal auf der Wasseroberfläche, die Wurzeln befinden sich unter Wasser und sind freischwimmend, also nicht im Boden verankert. Stängel der Pflanze werden 5 bis 10 Zentimeter lang. Die Blätter sind in dreizähligen Quirlen angeordnet und unterscheiden sich grundlegend in Bau und Funktion (Heterophyllie):

Die beiden oberen sind Schwimmblätter. Sie besitzen im Inneren viele Luftkammern (Interzellularen) und sorgen, durch entsprechend geringe Dichte, für Auftrieb. Auf der Epidermis sitzen zahlreiche, kronenförmige Pflanzenhaare. Diese sind durch eine Beschichtung mit Wachs nicht mit Wasser benetzbar. Nach einem Untertauchen wird so zwischen den steifen Haaren ein Luftmantel festgehalten, der der Pflanze zusätzlichen Auftrieb verleiht, um schnell wieder an die Wasseroberfläche aufzutauchen.

Das dritte Blatt, das Wasserblatt, ist wie der Spross untergetaucht. Es ist fein zerteilt und erscheint fadenartig und behaart. Dadurch erhält es eine sehr große Oberfläche, über die es gelöste Nährstoffe aus dem Wasser aufnimmt. Es ähnelt damit nicht nur äußerlich einer Wurzel, sondern erfüllt auch deren Funktion der Stoffaufnahme aus der Umgebung. Im Gegensatz zu den Schwimmblättern enthält das Wasserblatt kein Chlorophyll und ist somit nicht zur Photosynthese befähigt.

Während die Schwimmblätter bei Salvinia natans länglich-elliptisch geformt sind, sind sie beispielsweise bei der Artengruppe Salvinia auriculata agg. eher rundlich-oval.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 16, 18 oder ca. 30.

Ökologie

Der Gewöhnliche Schwimmfarn ist vorwiegend einjährig und ungleichblättrig, d.h. die Blätter sind in 3-zähligen Quirlen angeordnet. Die beiden oberen sind als Schwimmblätter ausgebildet. Das unterste, dem Wasser zugewandte, ist als „Wasserblatt“ fein zerteilt und in wurzelartige Abschnitte gegliedert. Echte Wurzeln fehlen. Die Schwimmblätter sind innen mit großen Luftkammern ausgestattet und auf der Oberseite mit aufrecht stehenden, etwas gekrümmten, langen Haaren versehen und dadurch wasserabstoßend d.h. Wassertropfen bleiben als „Perlen“ auf dem Haar-Luftpolster liegen. Auf diese Weise werden die Spaltöffnungen vor einer den Gasaustausch behindernden Benetzung mit Wasser geschützt. Beim Untertauchen reißen die Haare Luftblasen mit, die das Blatt sofort wieder an die Wasseroberfläche ziehen.

Vermehrung

Die Fortpflanzungsverhältnisse sind recht kompliziert. Es liegt Verschiedensporigkeit oder Heterosporie vor. Mikro- bzw. Megasporengruppen sind jeweils von einer sterilen Hülle, dem Indusium umschlossen, wodurch fruchtähnliche Gebilde, die sogenannten Sporokarpien entstehen. Im Megasporangium entwickelt sich eine einzige Megaspore, die von einer Sporangienwand umgeben ist und sich später mit dieser von der Mutterpflanze löst und im Schlammboden überwintert. In der Megaspore wächst das vielzellige weibliche Prothallium heran und in diesem dann nach der Befruchtung der Embryo. Im Frühjahr keimen aus den Megasporen neue Pflanzen, die dann wieder zur Wasseroberfläche aufsteigen. Sporenreife ist von August bis Oktober.


Standort

Der Gewöhnliche Schwimmfarn ist eine wärmeliebende und nährstoffbedürftige Art, die bevorzugt in windgeschützten Altwässern und Seebuchten vorkommt. Es handelt sich um eine Kennart der Schwimmfarn-Gesellschaft (Spirodelo-Salvinietum), gelegentlich kommt sie aber auch in anderen Wasserlinsengesellschaften des Verbands Lemnion vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Art ist in sommerwarmen Gebieten Eurasiens verbreitet, mit Schwerpunkten in Ostasien sowie in Süd- und Osteuropa. In Mitteleuropa tritt sie nur selten auf, etwa an der Oder, der Havel und der Mittelelbe sowie in der Oberrheinebene von Karlsruhe bis Offenbach am Main und in Bayern. In der Roten Liste Deutschlands wird Salvinia natans als stark gefährdet eingestuft. In Österreich und der Schweiz fehlt die Art. In Nordamerika wurde sie als Aquarienpflanze eingeschleppt.
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - Olive

Schwimmfarn - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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