Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus

Familie: Adoxaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Staude Strauch Alpenpflanze

<b>Zwerg-Holunder - <i>Sambucus ebulus</i></b>
Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus
Bildquelle: Wikipedia User Daniel VILLAFRUELA; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus-Sureau_Y%C3%A8ble-Fleurs-20150616.jpg


Sambucus: lat. Pflanzenname, von gr. sambyx = rot oder symbyke = Har­fe; "Holunder"
ebulus: Kleiner Holunder, lat. Attich

andere Namen: Attich


Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jon Peli Oleaga">Wikipedia User Jon Peli Oleaga</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_20090827_172901_Akamailu0004_43p3544N_2p9990W_r.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_20090827_172901_Akamailu0004_43p3544N_2p9990W_r.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_20090827_172901_Akamailu0004_43p3544N_2p9990W_r.jpg</a>Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Salicyna">Wikipedia User Salicyna</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_2017-09-26_4615.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_2017-09-26_4615.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_2017-09-26_4615.jpg</a>Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User MilanIlic553">Wikipedia User MilanIlic553</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_123.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_123.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sambucus_ebulus_123.jpg</a>Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Willow">Wikipedia User Willow</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Zwerg-Holunder - Sambucus ebulus; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Barbara, Vielen Dank">Barbara, Vielen Dank</a> - <b>All rights reserved</b>

Der Zwerg-Holunder ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimeter erreicht und unterirdische Ausläufer bildet. Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus sieben bis neun lanzettlichen, 5 bis 15 Zentimeter langen, fein gesägten Fiederblättchen. Die Nebenblätter sind blattartig. Die weißen Blüten stehen zahlreich in flachen, dolden-rispigen Blütenständen. Die Dolden werden 5 bis 10 Zentimeter lang, die Einzelblüten haben einen Durchmesser von etwa 7 Millimeter. Die Staubbeutel sind rot und färben sich später schwarz. Der Zwerg-Holunder blüht von Juni bis August. Als Früchte werden schwarze, beerenartige Steinfrüchte gebildet. Der Zwerg-Holunder hat einen widerlichen Geruch.


Standort

Die Art wächst an Gebüsch- und Waldrändern, auf Lichtungen und Ödland, auf frischen Waldschlägen und in ruderalen Staudenfluren. Im Tiefland tritt sie nur vereinzelt auf, ebenso in kalkarmen Gebieten, sonst wächst sie zerstreut und ist meist bestandsbildend. Sie bevorzugt stickstoffsalzreiche und basische Böden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Zwerg-Holunder kommt im Mittelmeerraum, im warmgemäßigten Europa bis einschließlich Mittel-Deutschland sowie im Nord-Iran und in Turkmenien vor.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders jedoch die Samen der schwarzen Beeren.
Die akute Toxizität der Wurzel liegt im ungefährlichen Bereich und ist während der Blütezeit am größten.
Bei der Aufnahme von Früchten traten spontanes Erbrechen, Übelkeit und Durchfall auf. Auch tödliche Vergiftungen sind in der Literatur beschrieben.

Inhaltsstoffe

Die Hauptwirkstoffe in den Früchten sind ein giftiger Bitterstoff mit den beiden Esteridoidglykosiden Ebulosid und Isoswerosid, daneben Kaffeesäure, p-Cumarsäure und Spuren eines Blausäureglykosids. Aus der Wurzel wurden 14 Substanzen isoliert, Ebulosid, 7-Hydroxyebulosid, 6´-O-β-D-Apiofuranosylebulosid, Isoswerosid, Secoebolosid, Morronisid und Koaburasid.
Magen-Darm-Entoxin® NErkältungs-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Ekzem-Entoxin® N

Zwerg-Holunder - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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