Salz-Bunge - Samolus valerandi

Familie: Primuláceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: immergrün Salzpflanze

<b>Salz-Bunge - <i>Samolus valerandi</i></b>
Salz-Bunge - Samolus valerandi
Bildquelle: Wikipedia User Kenraiz; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samolus_valerandi_kz3.JPG


Samolus: kelt. san = heilsam, mos = Schwein (gegen Vieh­krank­hei­ten ver­wendet); "Bunge"

In Deutschland wird die Salz-Bunge auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen als "stark gefährdet" eingestuft. In Bayern und Sachsen ist sie sogar vom Aussterben bedroht, im Saarland gilt sie bereits als verschollen. Im Bereich der Küsten kommt sie vor allem an der Ostsee vor, weniger an der Nordsee. Doch sie ist nicht nur in Deutschland, sondern auch im übrigen Europa stark gefährdet. Grund für das Verschwinden ist unter anderem die ausbleibende Standortdynamik, die etwa durch Küstenschutzmaßnahmen nicht mehr stattfinden kann. Die Zerstörung von kleinräumigen Sonderstandorten und das Ausbleiben von kleinflächigen Bodenverwundungen an geeigneten Stellen sind weitere Ursachen.

Salz-Bunge - Samolus valerandi; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nonenmac">Wikipedia User Nonenmac</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Salz-Bunge - Samolus valerandi; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Salz-Bunge - Samolus valerandi; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Kenraiz">Wikipedia User Kenraiz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samolus_valerandi_kz4.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samolus_valerandi_kz4.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samolus_valerandi_kz4.JPG</a>Salz-Bunge - Samolus valerandi; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Pichard">Wikipedia User Pichard</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Salz-Bunge wird etwa 5 bis 50 cm groß, ist nicht behaart und erscheint daher fast kahl. Ihre dickfleischigen, glänzenden Grundblätter sind 2 bis 6 cm lang und ungefähr 0,5 bis 2 cm breit, stehen in einer grundständigen Rosette und sind verkehrt-eiförmig bis spatelig. Die oberen Stängelblätter sind etwas kleiner und wechselständig angeordnet. Der traubige Blütenstand ist recht locker. Der Blütenstiel jeder Einzelblüte ist sehr dünn und etwa 1 cm lang. In der Mitte ist dieser häufig eingeknickt und mit kleinen Blättchen versehen. Die weißen Kronblätter haben nur etwa 3 bis 4 mm Durchmesser. Die kugelig geformten Kapselfrüchte sind kürzer als der Kelch.

Den Winter überdauert die Pflanze als Hemikryptophyt. Die Salz-Bunge ist eine typische Pollenblume, die den sie bestäubenden Insekten Pollen als "Belohnung" anbietet. Die Kapselfrüchte werden durch das Wasser ausgebreitet. Durch ihre leichte Klebwirkung können diese auch an Tieren haften bleiben. Die Samen sind langlebig und lichtkeimend. Jede Pflanzenzelle besitzt 12 oder 18 Chromosomen.


Standort

Die Salz-Bunge wächst an wechselfeuchten bis feuchten, zeitweise auch überfluteten, oft salzhaltigen Stellen. Dies sind häufig Ränder von Gewässern, lückige Brackwasserröhrichte oder feuchte Täler der Küstendünen. Abseits der Küste gedeiht sie nur auf feuchten Binnensalzstellen und gelegentlich auf wechselnassen, tonhaltigen Rohbodenstellen. Ihren Lebensraum hat die Salz-Bunge vor allem in Salzpflanzenfluren, salztoleranten Kriech- und Trittrasen und in kurzlebigen Rohboden-Pionierfluren. Sie ist Charakterart der Pflanzenverbände Armerion maritimae und Agropyro-Rumicion. Des Weiteren gehört sie zu den Verbänden Nanocyperion (Zwergbinsen-Gesellschaften) und Scirpion maritimi.

Salz-Bunge wächst häufig zusammen mit Strand-Grasnelken, Salzschwaden, Bodden-Binsen, Strand-Dreizack, Strand-Milchkraut und Salz-Teichbinsen in Schilf-Röhrichten. Nach den Ellenberg-Zeigerwerten handelt es sich um eine Halblicht- bis Volllichtpflanze, sie ist recht wärmeliebend, zeigt See- bis gemäßigtes Seeklima, ist ein Feuchte- bis Nässezeiger, weist auf Überschwemmungen hin, ist ein Schwachbasenzeiger und kann mäßigen Salzgehalt ertragen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Salz-Bunge ist unter anderem unstetig in Europa, Vorderasien und Nordafrika verbreitet. Die in Nordamerika und Japan vorkommende Unterart Samolus valerandi subsp. parviflorus wird inzwischen oft als eigene Art angesehen.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereGemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze Johannisbeere

Salz-Bunge - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: salzertragend; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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