Der Mannsschild-Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 2 bis 4 Zentimeter erreicht. Sie wächst einzeln oder in kleinen Gruppen. Es sind nichtblühende Triebe vorhanden. Die Blätter sind fast alle am Grund, rosettenartig gedrängt, lanzettlich bis spatelförmig und messen 5 bis 25 × 2 bis 5 Millimeter. Sie sind meist ganzrandig, nur selten finden sich an der Spitze 1 bis 3 kurze Zähne, der Blattrand ist abstehend drüsenhaarig. Der ebenfalls drüsenhaarige Stängel ist aufrecht und weist 0 bis 3 wechselständige Blätter und 1 bis 3 Blüten auf. Die Kronblätter sind weiß, verkehrt-eiförmig, abgerundet bis ausgerandet, dreinervig und 5 bis 7 Millimeter lang. Die Kelchblätter sind halb so lang, schmaler und eiförmig.
Blütezeit ist von Mai bis August.
Die Art hat die Chromosomenzahlen 2n = 16 oder 66, 88, 124, 150, 198 oder ca. 220.
Standort
Sie gedeiht in subalpinen bis alpinen Schneetälchen und auf feuchtem Kalkschutt in Höhenlagen von 1400 bis 3400 Meter.
Verbreitung & Vorkommen
Der Mannsschild-Steinbrech kommt in den Alpen, Pyrenäen, Karpaten, auf dem Balkan und in ostasiatischen Gebirgen vor. In den Allgäuer Alpen steigt er am Bockkarkopf in Bayern bis zu 2600 m Meereshöhe auf.
Die Art ist in den Alpen häufig und ist hier eine Verbands-Charakterart des Arabidion caeruleae.
Aus derselben Gattung (Saxifraga)
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