Kies-Steinbrech - Saxifraga mutata

Familie: Steinbrechgewächse

Kategorie: Sukkulente  Steingarten  Alpenpflanze  Pionierpflanze  

Kies-Steinbrech Info

Saxifraga: lat. saxum = Fels, Stein, frangere = brechen (Wur­zeln zer­spren­gen Steine (Signaturenlehre)); "Steinbrech"

Der Kies-Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 60 Zentimeter erreicht. Sie wächst lockerrasig und bildet bis zu 12 Zentimeter große Blattrosetten. Die Blätter sind 10 bis 60 Millimeter lang, 7 bis 12 Millimeter breit, länglich-zungenförmig bis linealisch, stumpf, fleischig, ledrig und dunkelgrün glänzend. Der Rand ist knorpelig, ungezähnt und am Grund steif bewimpert. Am Stängel befinden sich zahlreiche Blätter, die mehr spatelig sind. Er ist drüsig behaart, verzweigt sich bereits unterhalb der Mitte und trägt einen reichblütigen, rispigen Blütenstand. Die Kronblätter haben eine Länge von 5 bis 8 Millimeter und sind linealisch-lanzettlich, spitz und zitronengelb bis tieforange gefärbt. Die Kelchblätter sind nur halb so lang, eiförmig und drüsig.

Blütezeit ist von Juni bis August.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 16, 26, 28 oder 32.

Ökologie

Der Kies-Steinbrech liebt sickernasse, kalkreiche, humus- und feinerdearme Stein- und Kiesböden in luftfeuchter, beschatteter Standortslage. Er ist eine Charakterart des Astero-bellidiastri-Saxifragetum-mutatae (Verband Caricion davallianae), kommt aber auch in Gesellschaften des Cratoneurion commutati oder des Potentillion caulescentis vor.


Standort

Der Kies-Steinbrech kommt in den Alpen und im Alpenvorland montan bis subalpin auf feuchten Felsen (Nagelfluh, Sandstein, Mergel, Kalk und Schiefer) sowie auf tonigen Böden in Höhenlagen von 800 bis 2200 Meter vor.

Verbreitung/Vorkommen

Neben den Alpen kommt Kies-Steinbrech auch in den Karpaten vor. Das Zurücktreten oder weitgehende Fehlen dieser Art in den Zentralalpen wird auf die pleistozäne Vergletscherung der Alpen zurückgeführt. Die vorzugsweise in tieferen Lagen siedelnde Art wurde dadurch stärker beeinträchtigt als etwa die verwandten hochalpinen Arten, die auf Nunatakkern überdauern konnten.

Kies-Steinbrech Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 15cm bis 30cm
Blütezeit von Juni bis Juli
Lebensraum: Gebirge;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: zweijährig;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 800m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2200m
Lichtbedarf: Schatten;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Bodenfeuchte: feucht; nass;

Kies-Steinbrech Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Saxifragales - Steinbrechartige
Familie:
Saxifragaceae
Gattung:
Saxifraga
Art:
mutata

Kies-Steinbrech Garten / Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: feucht; nass;
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Abies pectinata – EdeltanneGemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia Maca

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 2 (stark gefährdet)


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