Beim Harz-Greiskraut handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 60 bis 180 Zentimetern erreicht. Die Pflanzen sind normalerweise recht schlank und erst im Bereich ihres Blütenstandes aufrecht verzweigt.
Die Laubblätter sitzen am Stängel und sind meist geöhrt. Die Laubblätter sind ungeteilt, länglich lanzettlich und etwa dreimal so lang wie breit; ihr Rand ist gezähnt. Die Laubblätter sind auf beiden Seiten kahl oder fast kahl. Ein weiteres Unterscheidungskriterium zum sehr ähnlichen Fuchsschen Greiskraut (Senecio ovatus) neben dem geöhrten Blattgrund ist das Vorhandensein von Drüsenhaaren auf den Außenhüllblättern.
Die Blütezeit reicht von August bis Oktober. Der Hüllkelch der Blütenköpfchen besteht aus drei bis fünf Außenhüllblättern einer Innenhülle und aus neun bis elf Hüllblättern (Involucralblättern). Die körbchenförmigen Blütenstände enthalten meist fünf gelbe Zungenblüten mit einer linealischen Zunge und zwölf bis 18 gelbe Röhrenblüten.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.
Standort
Das Harz-Greiskraut findet man in nährstoffreichen, schattigen und feuchten Wäldern, besonders Mischwäldern. Es gedeiht in Gesellschaften der Ordnung Adenostyletalia, der Klasse Epilobietea, des Verbands Tilio-Acerion sowie in der Assoziation Aceri-Fagetum vor.
Verbreitung & Vorkommen
Die Pflanze ist in den europäischen Mittelgebirgen, und in den Alpen verbreitet. Das Harz-Greiskraut ist nur auf Höhenlagen von über etwa 800 Metern anzutreffen. In Bayern kommt das Harz-Greiskraut nur in der Rhön, im Bayerischen Wald und im Allgäu vor.
Aus derselben Gattung (Senecio)
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