Frühlings-Greiskraut - Senecio vernalis

Familie: Korbblütler - Asteraceae

Kategorie: Giftpflanze  Neophyt  

Frühlings-Greiskraut Info

Senecio: lat. senex, senis = Greis (weißer Pappus, Greisen­haar); "Greis­kraut"
vernalis: Frühling-

Das Frühlings-Greiskraut erreicht eine Wuchshöhe von 50 cm. Auf nährstoffreichen Böden kann es selten sogar bis 80 cm groß werden. Es blüht von Mai bis Oktober. Die Laubblätter sind beiderseits dicht spinnwebig-wollig, verlieren diese Behaarung jedoch oft während des Alterns. Die Blattspreite ist fiederspaltig, die Einzelabschnitte sind eiförmig und grob gezähnt. Die 6 bis 12 äußeren Blütenhüllblätter besitzen eine kahle Spitze und sind fast bis zur Spitze schwarz gefärbt. Im Blütenköpfchen gibt es insgesamt 21 Hüllblätter, also auch meist 9 bis 15 innere Hüllblätter. Die Blütenköpfchen haben einen Durchmesser von etwa 2,5 cm und sind glockenartig geneigt. Meist gibt es 13 Zungenblüten. Die Einzelblüten sind hellgelb bis goldgelb gefärbt. Der Pappus ist bleibend und die Früchte sind behaart.


Standort

Das Frühlings-Greiskraut wächst bevorzugt an halbtrockenen Ruderalstellen, relativ nährstoffreichen Rasen, auf Brachen und lehmigen Äckern.

Verbreitung/Vorkommen

Es ist vom Tiefland bis in die kollinen Bereiche zu finden. In Deutschland ist es zerstreut bis selten. In Österreich kommt es in fast allen Bundesländern bis auf Vorarlberg und Oberösterreich häufig vor. Vermutlich ist es um 1850 aus Osteuropa eingewandert. Deshalb gilt es hierzulande als Neophyt. Wohl hat es sich entlang von Bahngleisen verbreitet. Deshalb sind noch heute einige Vorkommen entlang von Bahnschienen und an Bahnhöfen vorhanden. Sonst kommt es im übrigen Europa und Vorderasien vor.

Giftigkeit

Alle Arten der Gattung Senecio sind durch Pyrrolizidinalkaloide giftig, die zum großen Teil leberschädigend und langfristig krebsauslösend wirken. Für das Fuchssche Greiskraut wurde außerdem eine mutagene Wirkung nachgewiesen. Die Vergiftungssymptome treten meist sehr spät, das bedeutet nach Wochen oder Monaten auf. Vergiftungen können auch über Honig oder Kuhmilch erfolgen. Vergifteter Honig schmeckt bitter und hält gewöhnlich von weiterem Verzehr ab. Das Vieh meidet Senecio-Arten auf der Weide, jedoch nicht im Heu, wo das Gift erhalten bleibt. Hohe Greiskraut-Anteile können sehr starke Schäden beim Vieh hervorrufen. Sehr hohe Dosen führen auch zu sofortigen, zum Teil tödlichen Vergiftungen, besonders bei Kleinsäugern. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder.

Inhaltsstoffe

Alle Arten der Gattung Senecio enthaltenen mehr oder weniger leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide auch bei Hautkontakt. Der Gehalt ist in den Blüten meist bis zu doppelt so hoch wie im Kraut. Im Einzelnen kann Acetyl-, E- und Z-Erucifolin, 21-Hydroxyintegerrimin, Integerrimin, Jacobin, Jacolin, Jaconin, Jacozin, Retrorsin, Ridellin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin, Spartioidin und Usaramin enthalten sein.
Daneben sind meist, wie in allen Korbblütlern, Sesquiterpenlactone vorhanden.

Frühlings-Greiskraut Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 15cm bis 50cm
Blütezeit von Mai bis Oktober
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; wärmeliebend;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gezähnt;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: einjährig; einjährig-überwinternd;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m);
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
Bodenart: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; salzertragend; sandiger Boden / Sandboden;

Frühlings-Greiskraut Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; salzertragend; sandiger Boden / Sandboden;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
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D.-B.-Entoxin® NSpasmo-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Schweiz! Kategorie CR (Vom Aussterben bedroht)





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