Alpen-Gelbling - Sibbaldia procumbens

Familie: Rosengewächse - Rosaceae

Kategorie: Alpenpflanze  

Alpen-Gelbling Info

Sibbaldia: n. d. schott. Botaniker Rob.Sibbald (1643 - 1720); "Gelb­ling"
procumbens: niederliegend

Der Gelbling ist eine ausdauernde, Rasen bildende Pflanze. Sie wird nur 1–4, selten bis 10 oder 20 cm hoch. Das Rhizom ist kurz, verholzt, verzweigt und von abgestorbenen Nebenblättern und Blattstielresten umhüllt. Die Blätter sind dreizählig, oberseits graugrün, unterseits blaugrünlich und hier etwas dichter behaart. Die Fiederblättchen sind verkehrt eiförmig, 5–20 mm lang und mit keilförmigem Grund. Das Endblättchen endet vorn mit drei rundlich-stumpfen Zähnen von etwa gleicher Länge. Die Seitenblättchen haben am Grund meist eine schiefe Basis. Der Blattstiel ist 10–50 mm lang und vorwärts anliegend behaart. Die Nebenblätter sind 3–6 mm lang und mit dem Blattstiel verwachsen. Die Blüten stehen zu 2–6 (–10) in dichten Trugdolden und tragen am Grund einfache Hochblätter. Die Außenkelchblätter sind schmal lanzettlich und etwas kürzer als die 3 mm langen lanzettlichen Kelchblätter. Die Kronblätter sind grünlich gelb, schmal, verkehrt eiförmig, 1,5–2 mm lang. Es sind meist 5 Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist fein runzelig. Die 2–5 Nüsschen sind eiförmig und glänzend.

Die Blütezeit beginnt sofort nach der Schneeschmelze und liegt zwischen Juli und September.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 14.


Standort

Der Gelbling besiedelt in der alpinen Stufe gern bodensaure, mehr oder wenige lehmige, ständig feuchte Standorte, besonders gern in Schneetälchen, die 9–10 Monate von Schnee bedeckt sind. Er ist eine Charakterart des Salicion herbaceae-Verbands. Er steigt im Engadin am Piz Languard bis 3255 m und in den Grajischen Alpen am Monte Emilius bis 3300 m Meereshöhe auf. In den Vogesen wächst er zwischen 1200 und 1360 m Meereshöhe.

Verbreitung/Vorkommen

Die arktisch-alpine Art ist zirkumpolar verbreitet. Ihr Areal umfasst Nordamerika, südlich bis Kalifornien, Grönland, Island, Spitzbergen, Schottland, Skandinavien, Nordrussland. Es gibt aber weitere davon getrennte disjunkte Vorkommen in den Alpen, Pyrenäen, Tatra, weiteren Gebirgen Südeuropas bis zum Kaukasus, Zentralasien und dem Himalaja bis Kamtschatka und der Beringstraße.

Alpen-Gelbling Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 1cm bis 5cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gebirge; Magerrasen; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gesägt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Blattfarbe deutlich blaugrün (=glauk);
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1700m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2500m
Nährstoffbedarf: basenarm;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: sauer;

Alpen-Gelbling Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Nährstoffgehalt: basenarm;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie R (extrem seltene Arten und Arten mit geographischen Restriktionen)





 

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