Ungarische Rauke - Sisymbrium altissimum

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Ungarische Rauke - <i>Sisymbrium altissimum</i></b>
Ungarische Rauke - Sisymbrium altissimum
Bildquelle: Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Sisymbrium: gr. Pflanzenname; "Rauke"

andere Namen: Hohe Rauke


Ungarische Rauke - Sisymbrium altissimum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Ungarische Rauke wächst als einjährig-überwinternde oder sommeranuelle krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimeter erreicht. Sie ist am Grunde borstig behaart (Trichome 1,5 bis 3 mm lang).

Die Laubblätter sind anfangs in einer grundständige Blattrosette und später wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Grundblätter sind schrotsägeförmig, mit vier bis neun lanzettlichen bis dreieckigen Abschnitten pro Seite. Die meist sitzenden oberen und mittleren Stängelblätter sind fiederteilig, mit jederseits zwei bis sechs linealischen Blattabschnitten.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die während der Anthese weit abstehenden Kelchblätter sind 4 bis 6 mm lang, die zwei äußeren an der Spitze gehörnt. Die vier Kronblätter sind hellgelb.

Die Schoten sind 6 bis 10 cm lang und stehen auf gleichdicken 5 bis 12 mm langen Stielen.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 14.

Die Ungarische Rauke ist ein Hemikryptophyt und Therophyt.

Die zur Fruchtzeit starre und leichte Pflanze kann als Ganzes aus dem Boden gerissen und dann als Steppenläufer ausgebreitet werden. Die zahlreichen Samen sind in Mulden der Schoten eingebettet und fallen bei Erschütterung nach und nach heraus.


Standort

Die Ungarische Rauke gedeiht meist auf lockeren Sand- oder Kiesböden, die aber nährstoffreich und vor allem stickstoffhaltig sein sollte. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Lactuco-Sisymbrietum altissimi aus dem Verband Sisymbrion.

Verbreitung/Vorkommen

Die Ungarische Rauke ist ein kontinentales Florenelement. Ihre ursprüngliche Verbreitung reicht von Innerasien, Indien und Pakistan bis nach Ost- und Südosteuropa. Sie wurde in vielen Ländern ein Neophyt wie in Nordamerika, in Neuseeland oder in Hawaii, aber erst in neuerer Zeit. Die Ungarische Rauke ist nach Mitteleuropa aus dem kontinentalen Osteuropa zu uns eingewandert. In Brandenburg wurde sie seit etwa 1830 nachgewiesen. Eine besonders starke Ausbreitung erfolgte mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes.

Die Ungarische Rauke besiedelt in Mitteleuropa Schuttplätze, Wege und Dämme, vor allem im nordöstlichen Teil des Tieflands, im Nordteil der Mittelgebirge, im Rhein-Main-Gebiet, in der Fränkischen Alb und ihren Vorland, in der Westschweiz und im Wiener Becken. An ihren Standorten ist sie selten und meist unbeständig. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil am Weg von Nesselwängle zum Gimpelhaus bis zu 1200 m Meereshöhe auf.

Inhaltsstoffe

Die Samen enthalten reichlich Erucasäure.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2

Ungarische Rauke - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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