Tomate - Solanum lycopersicum

Familie: Solanáceae - Nachtschattengewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Gemüsepflanze Salatpflanze Bauerngarten Garten-Tip Beerenpflanze Mischkultur Biogarten Balkon Gewaechshaus

<b>Tomate - <i>Solanum lycopersicum</i></b>
Tomate - Solanum lycopersicum
Bildquelle: Wikipedia User Böhringer; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Solanum: gr. solamen = Trost (Rauschgift), Abl. nicht ge­si­chert; "Nacht­schatten"

andere Namen: Paradeiser, Paradiesapfel

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche rund 22 kg Tomaten pro Jahr (insgesamt ca. 1,8 Mio Tonnen Tomaten pro Jahr in Deutschland). Davon wird fast die Hälfte frisch verzehrt.

Es gibt mehrere tausend Tomatensorten - schade, daß im normalen Handel nur wenige Sorten dominieren. Sehen Sie sich den Tomatenatlas an: http://www.tomaten-atlas.de


Tomate - Solanum lycopersicum; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Bönisch 2012">Bönisch 2012</a> - <b>All rights reserved</b>Tomate - Solanum lycopersicum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Francisco Manuel Blanco">Francisco Manuel Blanco</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Tomate - Solanum lycopersicum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User B.navez">Wikipedia User B.navez</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Tomate (Solanum lycopersicum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie unter anderem eng mit der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie und dem Tabak verwandt.
Lange als Liebesapfel oder Goldapfel bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen „Tomate“ erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht als Tomate bezeichnet. Ehemalige botanische Namen und Synonyme: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.

Tomatenpflanzen sind krautige, einjährige, zweijährige oder gelegentlich auch ausdauernde Pflanzen, die zunächst aufrecht, später aber niederliegend und kriechend wachsen. Die einzelnen Äste können dabei bis zu 4 m lang werden. Die Stängel haben an der Basis einen Durchmesser von 10 bis 14 mm, sie sind grün, fein behaart und zur Spitze hin meist filzig behaart. Die Behaarung besteht aus einfachen, einzelligen Trichomen, die bis zu 0,5 mm lang werden, sowie spärlich verteilten meist aus bis zu zehn Zellen bestehenden, mehrzelligen Trichomen mit bis bis zu 3 mm Länge. Vor allem die längeren Trichome besitzen oft drüsige Spitzen, die der Pflanze einen starken Geruch verleihen.



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Heimat

Mittel- und Südamerika, Wildformen von Nordchile bis Venezuela

Inhaltsstoffe

Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (etwa 95 %), außerdem enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe, besonders Kalium und Spurenelemente. Der rote Farbstoff ist Lycopin, ein Carotinoid, das die Abwehr stärken soll, da es antioxidativ wirkt und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll. Der Nährwertgehalt ist mit etwa 75 kJ pro 100 g relativ gering. Aus Tomaten wird in großen Mengen Tomatenmark hergestellt; ferner Tomatensaft und auch Tomatenketchup.

Obwohl die Tomate ein Lebensmittel ist, sind das Kraut, der Stielansatz, und der grüne Teil der Frucht durch das darin enthaltene Tomatidin (chemisch ähnlich dem Solanin der Kartoffel) mäßig giftig. Der Verzehr des Krautes oder sehr unreifer Früchte kann Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben. Es wird daher auch von einigen Quellen empfohlen, bei der Vorbereitung von Mahlzeiten grüne Teile und den Stielansatz zu entfernen.Allerdings gibt es auch Tomatensorten, die von Natur aus außen grün sind. Das soll daran liegen, dass diese Tomaten von innen nach außen reif werden und nicht, wie es von den roten Tomaten bekannt ist, von außen nach innen. Diese z. B. schwarzbraunen bis grünen Tomaten, angeblich aus einer Tomatensorte der Galápagos-Inseln gezüchtet, sollen also nicht mehr Solanin enthalten als die roten Tomaten.Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen in Konservendosenware meistens höher liegt als bei frischer Ware. Industrietomaten werden fast immer dort konserviert, wo sich deren Produktion befindet. Solche Tomaten reifen deutlich besser aus, werden meistens noch am Erntetag verarbeitet und haben einen geringeren Wassergehalt als Frischware aus dem Ausland. Dieser Gewinn übertrifft die Verarbeitungsverluste.

Langzeitstudien der University of California belegten weiterhin, dass der Gehalt an Antioxidantien in Tomaten aus ökologischer Landwirtschaft fast doppelt so hoch ist wie in konventionell erzeugten Lebensmitteln.


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Tomate - Garten/Anbau

Ausaat von 1 bis 3
Saatort: Vorkultur
Saattiefe: 1cm
Pflanzung von 5 bis 6
Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden;
Boden Feuchte: feucht;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Gute Nachbarn: Basilikum - Borretsch - Endivie - Karotte - Kopfsalat - Porree - Paprika - Petersilie - Garten-Petunie - Pfefferminze - Radieschen - Rübe - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Echter Sellerie - Gemüse-Spargel - Echter Spinat - Tagetes -
Schlechte Nachbarn: Blumenkohl - Broccoli - Dill - Erbse - Fenchel - Kartoffel - Pastinak - Rosenkohl - Rosmarin - Rote Bete - Speisezwiebel -

Nachdem die Pflänzchen mehrere Blätter gebildet haben, solltest Du sie pikieren (vereinzeln). Nehme nur die stärksten Pflanzen und gebe jeder einen eigenen Topf, um später beim Auspflanzen die Wurzeln nicht mehr beschädigen zu müssen.

Damit die Tomatenkultur zu einem guten Ergebnis führt, sind folgende Faktoren zu optimieren:
resistente und tolerante Sorten, gleichmäßige Bewässerung für gleichmäßiges Wachstum, ausgeglichene, kontinuierliche Nährstoffversorgung, viel Licht, ausreichend Wärme, gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tiefe, bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme Böden (Temp. > 14 °C), möglichst frühe Ernte.

Zwei Tips für eine höhere Ernte:
- Seitentriebe stets ausbrechen (ausgeizen)
- Pflanzen während der Blüte öfter leicht schütteln

Literatur




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