Zwerg-Igelkolben - Sparganium natans

Familie: Typháceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Zwerg-Igelkolben - <i>Sparganium natans</i></b>
Zwerg-Igelkolben - Sparganium natans
Bildquelle: Wikipedia User Fabelfroh; Bildlizenz: Public Domain;

Sparganium: gr. sparganon = Wickel, Band (zum Binden ver­wen­det); "Igel­kolben" (Fruchtstandsform)
natans: schwimmend

andere Namen: Syn. Sparganium minimum


Zwerg-Igelkolben - Sparganium natans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nonenmac">Wikipedia User Nonenmac</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Der Zwerg-Igelkolben ist eine ausdauernde Pflanze mit kriechendem Wurzelstock. Sie wird 8–30 cm hoch und besitzt 4-9 Internodien. Die Pflanze ist ganz kahl. Sie kommt aufrecht an Ufern vor oder im Wasser flutend. Die grundständigen Blätter sind lineal, flach, dünn, und 7–20 cm lang und 2,5–4 mm breit und mit ihren Blattscheiden zweizeilig am Stängel angeordnet. Sie sind am Grund nur schwach aufgeblasen. Falls die Pflanze im Wasser steht und die Blätter untergetaucht sind, so werden sie 15–60 cm lang und 2–10 mm breit. Die Blüten stehen in kugeligen Köpfchen, die jeweils nur ein Geschlecht enthalten. Die (1-)2-3(-4) Köpfchen weiblicher Blüten sind voneinander getrennt. Sie stehen in den Achseln von Blättern; die unteren Köpfchen sind gestielt, das oberste ist sitzend. Das Blatt unterhalb des untersten weiblichen Köpfchens ist nur 1–8 cm lang und überragt den Blütenstand kaum. Oben steht das einzige männliche Köpfchen (selten zwei dicht beieinander), es hat einen Durchmesser von 1 cm. Die Fruchtköpfchen haben einen Durchmesser von 8 bis 15 mm. Die Frucht ist spindelförmig, etwa dreimal so lang wie breit, hell braun und hat einen kurzen schnabelartigen Griffel.

Die Pflanze blüht zwischen Juni und August.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 30.

Der Zwerg-Igelkolben wächst in nährstoffarmen, oligotrophen bis mesotrophen Gewässern über teils kalkarmem, zum Teil basenreichem, schlammigem bis anmoorigem Grund in Wassertiefen von 0,2 bis 1,5 m. Er besiedelt Gräben und Torfstiche auch am Rand von größeren Gewässern. Im Gegensatz zu allen anderen Arten der Gattung Sparganium wächst er am ehesten im offenen Wasser. Man kann ihn sogar noch am Rand von Seerosenbeständen finden. Wo er in den Mittelgebirgen oder in den Alpen sommerwarme Gewässer antrifft, besiedelt er sie.

Er ist eine Kennart der eigenen Pflanzengesellschaft des Sparganietum minimi im Verband des Sphagno-Utricularion.


Standort

Der Zwerg-Igelkolben steht am oder im meist stehenden oder seltener im fließenden Wasser. Er besiedelt Moortümpel, Gräben und Torfstiche in Mooren, auch Seen. In den Alpen steigt er nur bis zu 1975 m auf. In Mitteleuropa ist die Art insgesamt stark zurückgegangen.

Verbreitung/Vorkommen

Das zirkumpolare Verbreitungsgebiet der Art umfasst auf der Nordhalbkugel die gemäßigtem und borealen Breiten in Asien und Nordamerika und reicht durch ganz Europa (fast bis zum Nordkap) allerdings ohne die südlichen Länder.

Der Zwerg-Igelkolben kommt im Tiefland westlich der Elbe selten, östlich und nördlich von ihr zerstreut vor, er fehlt aber auch hier gebietsweise; in den Mittelgebirgen und im Alpenvorland fehlt er in großen Gebieten; nahe dem Alpenfuß ist er etwas häufiger. Er steigt in den Alpen vereinzelt bis über 2000 m auf.

Zwerg-Igelkolben - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden; Schlammboden / Schlickboden;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; mäßig nährstoffreich;

Literatur



Bildquellenverzeichnis



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